Renfield-Fanzine
Home of Krims&Krams&Rock'n'Roll
Samstag, 2. Februar 2013
Ella & Gary - first time in 2013!
Yeah, believe it or not - but the most minimalistic Coverband in town hits the stage once again! Ella and Gary used these dark and long winter nights to indent their set and would like to welcome everybody coming around to Neukoelln at the Zatopek on February, the 15th. Of course you will enjoy Ellas heavenly voice. And of course there will be the amazing sounds of Garys wonderful turquoise Cort-Guitar (by the way, the only female he lives together with for decades now). There will be of course songs about cats and romantic scavenger hunts and covers of songs, Ella and Gary both appreciate. But there will be also some amazing news regarding to the sound of these both. Be prepared and be surprised, what will happen at the 15th of February at The Zatopek Bar (http://zatopek-berlin.de/) in Neukoelln, right to S-Bahn station Sonnenallee! In case you do not know anything about the Sound of Ella Chord & Gary Flanell - check it out here: https://soundcloud.com/gary-flanell
Montag, 26. November 2012
Sonntag, 28. Oktober 2012
Hi Martha! - Martha High - Soul Overdue
Natuerlich war James Brown die coolste unter all den coolen Soultypen. Aber was waere der Soul Brother No. One gewesen, wenn er nicht immer eine ganze Schar von faehigen Background-
saengerinnen mit dabei gehabt haette, die ihn aufs Beste unterstuetzt haetten?
Zumindest kann man sagen, dass Mr. Brown wusste, was er tat, als er 1964 die Girlgroup The Jewels mitsamt der jungen Martha Harvin mit auf Tour nahm - (und kann sich auch mal fragen, wie er sich wohl so als Juror in einer dieser unglaublichen Castingshows geschlagen haette - was ein Szenario: der Godfather of Soul, Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk heben und senken die Daumen ueber all den seltsamen Gestalten, die sich da hintrauen) - woraus dann eine ueber 30 Jahre waehrende Zusammenarbeit von Martha High und James Brown entstand. Standing in the shadow of James moechte ich da leise summen und vielleicht war es auch so.
Da ist es natuerlich nicht ganz einfach, denkt sich der Skeptiker, sich nach so langer Zeit als eigenstaendiger Kuenstler zu beweisen. Allerdings macht die "Funky Diva" High nicht den Eindruck, als haette sie unter dieser "Buerde" gelitten - Soul Overdue klingt knackig und so zeitgemaess flott, wie man es sich wuenschen kann, und natuerlich weiss Martha auch, wie man echte Soulklassiker interpretiert. Denn wenn man genau hinsieht, stellt man schnell fest, dass ein Grossteil der Songs eben das sind - Ob die Originale jetzt von ebenjenem James Brown (No more heartaches), Aretha Franklin (Save Me) oder Curtis Mayfield (Save me) stammen. Nach drei Jahrzehnten Musikbusiness weiss Mrs. High natuerlich wie man diese Songs intoniert und eine Backingband wie das britische Expertenteam Speedometer weiss auch, wie man eine Soulqueen, die stimmlich immer noch auf der Hoehe ist, mit dem richtigen Groove begleitet. Also: so richtig ueberfaellig ist hier nichts, sondern alles verdammt richtig - Wirklich alles? Naja, ob es wirklich noch eine Coverversion von "Sunny" gebraucht haette, sei dahin gestellt, aber selbst darueber kann man hinwegsehen. Einen ganzen Batzen Soulhits nochmal in glasklarer, aber nicht seelenloser Produktion vorliegen zu haben, wiegt aber alles auf und sollte allen, die Sharon Jones fuer die einzige Soul-Regentin halten, als Empfehlung und Anregung dienen. (E) (Freestyle Records, www.freestylerecords.co.uk, www.myspace.com/missmarthahigh)
Zumindest kann man sagen, dass Mr. Brown wusste, was er tat, als er 1964 die Girlgroup The Jewels mitsamt der jungen Martha Harvin mit auf Tour nahm - (und kann sich auch mal fragen, wie er sich wohl so als Juror in einer dieser unglaublichen Castingshows geschlagen haette - was ein Szenario: der Godfather of Soul, Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk heben und senken die Daumen ueber all den seltsamen Gestalten, die sich da hintrauen) - woraus dann eine ueber 30 Jahre waehrende Zusammenarbeit von Martha High und James Brown entstand. Standing in the shadow of James moechte ich da leise summen und vielleicht war es auch so.
Da ist es natuerlich nicht ganz einfach, denkt sich der Skeptiker, sich nach so langer Zeit als eigenstaendiger Kuenstler zu beweisen. Allerdings macht die "Funky Diva" High nicht den Eindruck, als haette sie unter dieser "Buerde" gelitten - Soul Overdue klingt knackig und so zeitgemaess flott, wie man es sich wuenschen kann, und natuerlich weiss Martha auch, wie man echte Soulklassiker interpretiert. Denn wenn man genau hinsieht, stellt man schnell fest, dass ein Grossteil der Songs eben das sind - Ob die Originale jetzt von ebenjenem James Brown (No more heartaches), Aretha Franklin (Save Me) oder Curtis Mayfield (Save me) stammen. Nach drei Jahrzehnten Musikbusiness weiss Mrs. High natuerlich wie man diese Songs intoniert und eine Backingband wie das britische Expertenteam Speedometer weiss auch, wie man eine Soulqueen, die stimmlich immer noch auf der Hoehe ist, mit dem richtigen Groove begleitet. Also: so richtig ueberfaellig ist hier nichts, sondern alles verdammt richtig - Wirklich alles? Naja, ob es wirklich noch eine Coverversion von "Sunny" gebraucht haette, sei dahin gestellt, aber selbst darueber kann man hinwegsehen. Einen ganzen Batzen Soulhits nochmal in glasklarer, aber nicht seelenloser Produktion vorliegen zu haben, wiegt aber alles auf und sollte allen, die Sharon Jones fuer die einzige Soul-Regentin halten, als Empfehlung und Anregung dienen. (E) (Freestyle Records, www.freestylerecords.co.uk, www.myspace.com/missmarthahigh)
Labels:
James Brown,
Martha High,
Soul Overdue,
Speedometer,
The Jewels
Samstag, 20. Oktober 2012
HA! HA! HA! XAXAXA!
Was fuer eine Freitagnacht - Und ich habe sie komplett miterlebt. Der Anlass war allerdings weniger erfreulich, denn da das geliebte Soulcat bald fuer immer seine Pforten schliesst, wird an diesem Wochenende zum letzten Mal gefeiert. Grund genug also, einen Augenblick mal etwas melancholisch zu werden und ein Traenchen verhuscht in meinen graugesichigen Milchkaffee tropfen zu lassen.
Aber auch fuer solche Tage (diese Tage, an denen man um 6 ins Bett wankt und um 15 Uhr langsam ein improvisiertes Fruehstuck aus drei glibberigen Spiegeleiern in sich reinschlingt. Am besten Spiegeleier, die in der gleichen Pfanne angebraten wurde, in der man gestern abend noch ein koestliches Gemisch aus Tomate, Huehnchen, Mais, Knoblauch angebraten hat, denn dann koennen die Spiegeleier noch gleich das verbleibende Aroma der letzten Mahlzeit voll in sich aufsaugen - sehr huebsch!) gibt es die passende Musik. Gluecklicherweise lag vor kurzem ein Packerl von Moonlee Records im Briefkasten. Hatte aber bis gestern noch nicht die Ruhe (wuerde gern Musse sagen, aber auf einer amerikanischen Tastatur ohne S-Zett sieht Musse entweder aus wie eine Muse - oder einfach Scheisse. Obwohl... so koennte es gehen: Musze halt), da mal ordentlich reinzuhoeren, aber heute war der richtige Tag dafuer.
Bei Moonlee-Releases geht eigentlich nie was schief, richtigen Mist hat das Label aus Slowenien eigentlich noch nie rausgebracht: ANALENA, BERNAYS PPROPAGANDA, sowas sind schon sehr gute Bands, sehr unterschiedlich, aber gerade das mag ich ja schon gern. Jetzt kommen also XAXAXA, Nebenprojekt von eben jenen BERNAYS PROPAGANDA aus Mazedonien, mit ihrer "Siromasni i bogati"-CD um die Ecke. Bin gespannt, ob das auch so in diese sehr rhythmische GANG-OF-FOUR/GOSSIP-Ecke geht. Faende ich irgendwie doof und zum Glueck ist es auch nicht so - Mann hab ich ein Glueck. Denn XAXAXA (das, by the way, kyrillisch geschrieben ist und somit eher wie ein gefauchtes HAHAHA ausgesprochen wird) sind auf ganz anderen Pfaden unterwegs. Eher auf jenen, die schon die WIPERS, LEATHERFACE oder HUESKER DUE beschritten haben. Wunderbar melancholischer Punk, meist im Mid-Tempo, fliegt mir hier um die Ohren, schoen abwechslungsreich und etwas latent CURE-maessiges ist irgendwie auch noch mit drin, vielleicht ist es der Gesang. Voll Emo denke ich, waehrend draussen ein paar Blaetter vom Baum purzeln, aber diese Art von Emo, die man mit der Silbe -CORE versehen muss und aus der Dischord-Ecke der End-80er kennt, um nicht in doofe Verwechslungen mit dem Mist zu geraten, der heute unter diesem Etikett vermarktet wird. Bei soviel seelenvoller, zerissener Huebschness faellt mir auch gar nicht weiter auf, dass ich kein einziges Wort von den mazedonischen Lyrics verstehe, aber da reicht schon der Ausdruck in der Stimme, um zu wissen, dass das hier richtig gut ist. Wunderbar! (D) (www.moonleerecords.com, xaxaxa.bandcamp.com)
Aber auch fuer solche Tage (diese Tage, an denen man um 6 ins Bett wankt und um 15 Uhr langsam ein improvisiertes Fruehstuck aus drei glibberigen Spiegeleiern in sich reinschlingt. Am besten Spiegeleier, die in der gleichen Pfanne angebraten wurde, in der man gestern abend noch ein koestliches Gemisch aus Tomate, Huehnchen, Mais, Knoblauch angebraten hat, denn dann koennen die Spiegeleier noch gleich das verbleibende Aroma der letzten Mahlzeit voll in sich aufsaugen - sehr huebsch!) gibt es die passende Musik. Gluecklicherweise lag vor kurzem ein Packerl von Moonlee Records im Briefkasten. Hatte aber bis gestern noch nicht die Ruhe (wuerde gern Musse sagen, aber auf einer amerikanischen Tastatur ohne S-Zett sieht Musse entweder aus wie eine Muse - oder einfach Scheisse. Obwohl... so koennte es gehen: Musze halt), da mal ordentlich reinzuhoeren, aber heute war der richtige Tag dafuer.
Bei Moonlee-Releases geht eigentlich nie was schief, richtigen Mist hat das Label aus Slowenien eigentlich noch nie rausgebracht: ANALENA, BERNAYS PPROPAGANDA, sowas sind schon sehr gute Bands, sehr unterschiedlich, aber gerade das mag ich ja schon gern. Jetzt kommen also XAXAXA, Nebenprojekt von eben jenen BERNAYS PROPAGANDA aus Mazedonien, mit ihrer "Siromasni i bogati"-CD um die Ecke. Bin gespannt, ob das auch so in diese sehr rhythmische GANG-OF-FOUR/GOSSIP-Ecke geht. Faende ich irgendwie doof und zum Glueck ist es auch nicht so - Mann hab ich ein Glueck. Denn XAXAXA (das, by the way, kyrillisch geschrieben ist und somit eher wie ein gefauchtes HAHAHA ausgesprochen wird) sind auf ganz anderen Pfaden unterwegs. Eher auf jenen, die schon die WIPERS, LEATHERFACE oder HUESKER DUE beschritten haben. Wunderbar melancholischer Punk, meist im Mid-Tempo, fliegt mir hier um die Ohren, schoen abwechslungsreich und etwas latent CURE-maessiges ist irgendwie auch noch mit drin, vielleicht ist es der Gesang. Voll Emo denke ich, waehrend draussen ein paar Blaetter vom Baum purzeln, aber diese Art von Emo, die man mit der Silbe -CORE versehen muss und aus der Dischord-Ecke der End-80er kennt, um nicht in doofe Verwechslungen mit dem Mist zu geraten, der heute unter diesem Etikett vermarktet wird. Bei soviel seelenvoller, zerissener Huebschness faellt mir auch gar nicht weiter auf, dass ich kein einziges Wort von den mazedonischen Lyrics verstehe, aber da reicht schon der Ausdruck in der Stimme, um zu wissen, dass das hier richtig gut ist. Wunderbar! (D) (www.moonleerecords.com, xaxaxa.bandcamp.com)
Sonntag, 7. Oktober 2012
Destiny's new children
Sonntagnachmittag, halb vier. Der erste Kaffee kämpft gegen den letzten Cuba Libre von heute Nacht und scheint zu gewinnen. Draußen trölen die Herbststürme und haben ein bisschen jahreszeituntypische Musik ins Haus geweht, zufälligerweise zweimal was, das grob in Richtung Ska geht und gleichzeitig zweimal was von Destiny, die ja gar nicht weit von hier ihr Hauptquartier haben.
The Beatdown – Walkin’ proud Garage Ska – gibt’s das? Und falls ja, was darf man sich darunter vorstellen? Vielleicht sowas, wie es diese Kanadier in zwei Tagen aufgenommen haben: Ska mit einem wirklich rauen Sound, wie man ihn irgendwann im Jahr 1964 oder so mit den neuesten Bandgeräten der Zeit nicht besser hinbekommen hätte. Die Snare knallt wie eine Peitsche, der Bass blubbert und die Gitarren sind so wunderbar schrill wie bei Sonics unterm Sofa. Aber dass das alles so schön "nicht schön" klingt und einen gewissen Rausch-Charme hat, ist bestimmt beabsichtigt, jede Wette. Bevor ich jetzt mit mir selber eine unsinnige und zeitraubende Diskussion anfange, wie vintage man denn sein und seine Retrospielchen treiben darf, will ich noch feststellen, dass ja nicht nur der Sound hier die Musik macht, denn auch Songs schreiben können The Beatdown. Natürlich klingt hier der old school Ska der 60er-Jahre durch, aber so ganz sind 50 Jahre Musikgeschichte dann doch nicht an ihnen vorbeigegangen. Man flirtet mit Surf und Rocksteady und das Songwriting an sich ist auch gar nicht so übel. Mein Favorit ist das etwas melancholisch rüberkommende „On the other side“ mit dieser wunderbaren Surfgitarre mittendrin – hat schon fast was von den Mad Caddies, Slackers oder Aggrolites in Lo-Fi. Also: Schön knarzig, das Ganze und doch nicht zu angestrengt auf dem Retrotrip unterwegs. Find ich gut. (G) (Destiny, www.myspace.com/jointhebeatdown)
The Offenders – Lucky enough to live Weiter im Text. Muss ja zugeben, dass das ganze Red-Skin-Ding nie so meins war. Ist wie bei Rehen auf der Wiese: Von weitem beobachtet ist alles schoen und ich finde gut, dass es sie gibt, aber näher rangekommen bin ich nie so recht. Dabei ist die Musik ja oft nie so übel. Die Offenders aus Italien sind in diesem Revier schon länger eine Größe, was man ja auch immer ganz gut an dem Trojan-Logo erkennen kann (wenn man es denn kennt - da wäre vielleicht mal eine kleine Lehrstunde in Ikonographie fällig) und so richtig üble Platten haben sie bisher nicht abgeliefert, die meisten waren sogar abwechslungsreicher als ich es von irgendwelchen Skincombos erwartet hätte. So verhält es sich auch bei der Platte mit der lebensfrohen Musik und dem dazu total im Gegensatz stehenden Cover. Was ich den Herren hoch anrechne ist ihre Offenheit gegenüber anderen Stilen. Über 13 Songs sich in ein gleichförmiges Ska-Geschunkel reinzusegeln ist nicht ihr Ding, deswegen ist es umso erfreulicher, dass viele der Songs auch ganz wunderbare Pop-, Beat- und eben auch Punkeinflüsse drin haben. So fühl ich mich teilweise an The Jam, aber manchmal auch an The Clash oder gar die Blues Brothers erinnert. Jetzt sollte noch ein findiger Booker die Offenders mit Bobby Sixkiller auf Tour schicken, dann wär alles töfte. (H) (Destiny, http://theoffenders.eu)
The Beatdown – Walkin’ proud Garage Ska – gibt’s das? Und falls ja, was darf man sich darunter vorstellen? Vielleicht sowas, wie es diese Kanadier in zwei Tagen aufgenommen haben: Ska mit einem wirklich rauen Sound, wie man ihn irgendwann im Jahr 1964 oder so mit den neuesten Bandgeräten der Zeit nicht besser hinbekommen hätte. Die Snare knallt wie eine Peitsche, der Bass blubbert und die Gitarren sind so wunderbar schrill wie bei Sonics unterm Sofa. Aber dass das alles so schön "nicht schön" klingt und einen gewissen Rausch-Charme hat, ist bestimmt beabsichtigt, jede Wette. Bevor ich jetzt mit mir selber eine unsinnige und zeitraubende Diskussion anfange, wie vintage man denn sein und seine Retrospielchen treiben darf, will ich noch feststellen, dass ja nicht nur der Sound hier die Musik macht, denn auch Songs schreiben können The Beatdown. Natürlich klingt hier der old school Ska der 60er-Jahre durch, aber so ganz sind 50 Jahre Musikgeschichte dann doch nicht an ihnen vorbeigegangen. Man flirtet mit Surf und Rocksteady und das Songwriting an sich ist auch gar nicht so übel. Mein Favorit ist das etwas melancholisch rüberkommende „On the other side“ mit dieser wunderbaren Surfgitarre mittendrin – hat schon fast was von den Mad Caddies, Slackers oder Aggrolites in Lo-Fi. Also: Schön knarzig, das Ganze und doch nicht zu angestrengt auf dem Retrotrip unterwegs. Find ich gut. (G) (Destiny, www.myspace.com/jointhebeatdown)
The Offenders – Lucky enough to live Weiter im Text. Muss ja zugeben, dass das ganze Red-Skin-Ding nie so meins war. Ist wie bei Rehen auf der Wiese: Von weitem beobachtet ist alles schoen und ich finde gut, dass es sie gibt, aber näher rangekommen bin ich nie so recht. Dabei ist die Musik ja oft nie so übel. Die Offenders aus Italien sind in diesem Revier schon länger eine Größe, was man ja auch immer ganz gut an dem Trojan-Logo erkennen kann (wenn man es denn kennt - da wäre vielleicht mal eine kleine Lehrstunde in Ikonographie fällig) und so richtig üble Platten haben sie bisher nicht abgeliefert, die meisten waren sogar abwechslungsreicher als ich es von irgendwelchen Skincombos erwartet hätte. So verhält es sich auch bei der Platte mit der lebensfrohen Musik und dem dazu total im Gegensatz stehenden Cover. Was ich den Herren hoch anrechne ist ihre Offenheit gegenüber anderen Stilen. Über 13 Songs sich in ein gleichförmiges Ska-Geschunkel reinzusegeln ist nicht ihr Ding, deswegen ist es umso erfreulicher, dass viele der Songs auch ganz wunderbare Pop-, Beat- und eben auch Punkeinflüsse drin haben. So fühl ich mich teilweise an The Jam, aber manchmal auch an The Clash oder gar die Blues Brothers erinnert. Jetzt sollte noch ein findiger Booker die Offenders mit Bobby Sixkiller auf Tour schicken, dann wär alles töfte. (H) (Destiny, http://theoffenders.eu)
Sonntag, 30. September 2012
New Reviews
Moloko Plus No. 43, September 2011
Ja, Schande ueber mein Haupt, mistkuebelweise. Dafuer, dass das MP jetzt fast schon ein Jahr durch meine Wohnung geistert und ich es nicht hinbekommen habe, ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Andererseits hat es dabei auch den guten Drei-Zimmer-Weg genommen, den alle guten Zines in dieser Wohnung nehmen, wenn sie ausfuehrlich und intensiv gelesen werden. Der Drei-Zimmer-Weg geht so: Erst fuer geraume Zeit in mein Schlafgemach, wo es als Bettlektuere dient. Dann nach ein paar Wochen nehme ich es wie zufaellig mit ins Bad, als Toilettenlektuere, wo es dann abermals einige Zeit verbringt. Als letzte Station wird es dann – wahrscheinlich nach einer guten Morgentoilette – mit in die Kueche genommen, und zwar weil ich einen Artikel – vielleicht die traurige, aber doch packende Story ueber den Essener Fussballer und Bankraeuber Willi Kraus (So eine tragische Ruhrpottlegende. Macht ihr dann bitte in 20 Jahren auch eine Story ueber Breno von Bayern?) oder die Interviews mit HARDTIMES-Saenger Philippe Wagner, den RADIO DEAD ONES, YOUTH BRIGADE, Pierpaolo vom italienischen Punkrock-Goldgraeber-Label Rave Up Records oder das huebsche Feature ueber Upton Sinclairs Buch „Der Dschungel“ - nochmal genauer lesen will. Es gibt also genug in diesem Heft zu entdecken, von Kolumnen und Rezis will ich gar nicht reden, und alles tief im Streetpunk/Working-Class-Milieu verwurzelt. Aber schon cool, dass die Molokomacher, ausgehend von ihrer Vorliebe fuer Streetpunk, obskuren Punkrock und Fussball, immer noch neue Ideen aus ihren – wahrscheinlich adaequat rasierten Koepfen – graben. (Moloko Plus, Feldstr. 10, 46286 Dorsten, http://www.moloko-plus.de)
Demokhratia/ Mondo Gecko – Split LP Waere ich nicht vor ein paar Wochen ueberredet worden, mal wieder auf ein Konzert in die Koepi zu latschen, dann waere wohl auch diese wunderbare Platte an mir vorbeigegangen. Denn dort haben Demokhratia gespielt und moeglicherweise war es das erste Mal, dass somit eine Hardcoreband aus Algerien in der Koepi auf der Buehne stand. Im Renfield gibt es seit je her ein Faible fuer, na, sagen wir mal obskure Bands, die aber allemal unterstuetzenswert sind, von daher hat diese Split schon fast allein ein paar Bonuspunkte sicher. Noch interessanter ist allerdings die Tatsache, dass MONDO GECKO, die Band auf der B-Seite aus Israel kommt. Vielleicht ist sowas erst durch den arabischen Fruehling moeglich geworden, aber dass mal eine israelische Band zusammen mit einer arabischen kooperiert, ist schon an sich grossartig. Abgesehen von diesen formalen Wunderwerk gibt’s natuerlich auch Musik. DEMOKHRATIA spielen die Art von Hardcore-Punk, wie man ihn nun mal in besetzten Haeusern gern hoert, schnell, vielleicht nicht extrem abwechslungsreich, aber huebsch wuetend. Fuer MONDO GECKO ist das lang nicht die erste Platte, deshalb gehen sie etwas ausgefuchster, aber nicht weniger verrueckt vor. Ist mordsschnell, manchmal fast schon fast chaotisch und mit soviel Ideen ausgestattet, dass andere Bands daraus gut 2 Platten machen koennten. (G) (u.a. von Darbouka Rec., Kawaii Rec, Fraction Production u.a.)
Punkappella – NewYork ultra underground Star Grosse Vermutung: Moeglicherweise hat Punk manchmal doch noch mehr mit Experiment und Kunst zu tun, als mit dem Klischee von lauten Gitarren und halbwegs wilden Modeaccesoires. Zu dieser Vermutung komme ich an diesem verregneten Samstagnachmittag durch die Single von Punkappella. Was das genau fuer ein Projekt ist, kann ich nicht genau sagen, es scheint jedoch eine Art von Kooperation zwischen slowenischen und amerikanischen Undergroundkuenstlern zu sein. Die Slowenen kommen aus dem Umfeld der Uralt-Punkband CZD, aufgenommen wurde das ganze bereits 1995. Nueja sagt der Kaffeetrinker, es ist schon geil, was alles so auf Vinyl gepresst wird. Denn was der Bandname verspricht, haelt die Musik, die naemlich ausschliesslich a cappella intoniert wird. Stell dir vor, die minimalistischen Lyrics der Ramones wuerden als Gedicht in vertont. Da kann mann doch als Beispiel mal den kompletten Text von „Angry“ zitieren: „You are angry. So angry. Why are you so angry?“ Peng, das war's. Als Text fuer eine Punkband ebenso kompatibel wie fuer ein gutes Dada-Kunstprojekt mit aehnlicher Denke. Fuer die kurze Verwirrung am Abend schon geil, allerdings fuer viele bestimmt auch schlicht Kunstkacke. (L) (Front Rock Records)
Equal Minds Theory – same Der Anfang ist schon mal grossartig, weil er wie eine moderne Interpretation von Black Sabbath' Intro des gleichnamigen Songs klingt. Danach gibt’s das volle Brett, naemliches aus Hardcore, schnellem Metal und einigen interessanten Elektroeffekten und gewitzt schraegen Breaks zusammengezimmert wurde. Also darf man das ruhig wohl Metalcore nennen, der artworkmaessig zum Glueck ohne Totenkopfschnickschnack auskommt und jedem Fuze-Leser mit CONVERGE oder DILLINGER ESCAPE PLAN-Shirt ans Herz legen. Fuer mich zarte Seele ist das nur in ausgewaehlten Stunden des Zwielichts was, dann allerdings so richtig. Und wie schon Franz Beckenbauer sagt: Spielen koennen's, die Jungs. In diesem Fall uebrigens russische Jungs aus Moskau, die aber auch ohne den sogenannten Exotenbonus ueberzeugen. (J) (http://equalmindstheory.bandcamp.com)
Demokhratia/ Mondo Gecko – Split LP Waere ich nicht vor ein paar Wochen ueberredet worden, mal wieder auf ein Konzert in die Koepi zu latschen, dann waere wohl auch diese wunderbare Platte an mir vorbeigegangen. Denn dort haben Demokhratia gespielt und moeglicherweise war es das erste Mal, dass somit eine Hardcoreband aus Algerien in der Koepi auf der Buehne stand. Im Renfield gibt es seit je her ein Faible fuer, na, sagen wir mal obskure Bands, die aber allemal unterstuetzenswert sind, von daher hat diese Split schon fast allein ein paar Bonuspunkte sicher. Noch interessanter ist allerdings die Tatsache, dass MONDO GECKO, die Band auf der B-Seite aus Israel kommt. Vielleicht ist sowas erst durch den arabischen Fruehling moeglich geworden, aber dass mal eine israelische Band zusammen mit einer arabischen kooperiert, ist schon an sich grossartig. Abgesehen von diesen formalen Wunderwerk gibt’s natuerlich auch Musik. DEMOKHRATIA spielen die Art von Hardcore-Punk, wie man ihn nun mal in besetzten Haeusern gern hoert, schnell, vielleicht nicht extrem abwechslungsreich, aber huebsch wuetend. Fuer MONDO GECKO ist das lang nicht die erste Platte, deshalb gehen sie etwas ausgefuchster, aber nicht weniger verrueckt vor. Ist mordsschnell, manchmal fast schon fast chaotisch und mit soviel Ideen ausgestattet, dass andere Bands daraus gut 2 Platten machen koennten. (G) (u.a. von Darbouka Rec., Kawaii Rec, Fraction Production u.a.)
Punkappella – NewYork ultra underground Star Grosse Vermutung: Moeglicherweise hat Punk manchmal doch noch mehr mit Experiment und Kunst zu tun, als mit dem Klischee von lauten Gitarren und halbwegs wilden Modeaccesoires. Zu dieser Vermutung komme ich an diesem verregneten Samstagnachmittag durch die Single von Punkappella. Was das genau fuer ein Projekt ist, kann ich nicht genau sagen, es scheint jedoch eine Art von Kooperation zwischen slowenischen und amerikanischen Undergroundkuenstlern zu sein. Die Slowenen kommen aus dem Umfeld der Uralt-Punkband CZD, aufgenommen wurde das ganze bereits 1995. Nueja sagt der Kaffeetrinker, es ist schon geil, was alles so auf Vinyl gepresst wird. Denn was der Bandname verspricht, haelt die Musik, die naemlich ausschliesslich a cappella intoniert wird. Stell dir vor, die minimalistischen Lyrics der Ramones wuerden als Gedicht in vertont. Da kann mann doch als Beispiel mal den kompletten Text von „Angry“ zitieren: „You are angry. So angry. Why are you so angry?“ Peng, das war's. Als Text fuer eine Punkband ebenso kompatibel wie fuer ein gutes Dada-Kunstprojekt mit aehnlicher Denke. Fuer die kurze Verwirrung am Abend schon geil, allerdings fuer viele bestimmt auch schlicht Kunstkacke. (L) (Front Rock Records)
Equal Minds Theory – same Der Anfang ist schon mal grossartig, weil er wie eine moderne Interpretation von Black Sabbath' Intro des gleichnamigen Songs klingt. Danach gibt’s das volle Brett, naemliches aus Hardcore, schnellem Metal und einigen interessanten Elektroeffekten und gewitzt schraegen Breaks zusammengezimmert wurde. Also darf man das ruhig wohl Metalcore nennen, der artworkmaessig zum Glueck ohne Totenkopfschnickschnack auskommt und jedem Fuze-Leser mit CONVERGE oder DILLINGER ESCAPE PLAN-Shirt ans Herz legen. Fuer mich zarte Seele ist das nur in ausgewaehlten Stunden des Zwielichts was, dann allerdings so richtig. Und wie schon Franz Beckenbauer sagt: Spielen koennen's, die Jungs. In diesem Fall uebrigens russische Jungs aus Moskau, die aber auch ohne den sogenannten Exotenbonus ueberzeugen. (J) (http://equalmindstheory.bandcamp.com)
Montag, 27. August 2012
RENFIELD No. 25 RELEASEPARTY!
Hey Folks,
yes, it's been a long and entertaining summer and it is not at its end so far. You know we have announced the 25th anniversary number of the Renfield-Zine (wiht a limited extra DVD) for a long time, and now it becomes reality.
So take out your calendar and make a big note at the 15th of September
That is when we will celebrate the 25th issue of your favourite Fachorgan fuer Krims&Krams&Rock'n'Roll!
Of course we have a pile of great bands that will give everything at this very certain evening:
1. CAT'N'GUYEN: No, it is not just a HipHop Duo with a guy on bass and a really smart female singer, it is much more as you will experience. Imagine Melt Banana recording a HipHop-Album in an old Berlin squat. So just call it as the band does: SHINYHIPHOPDEATHFUCK http://www.ynfnd.com/artist/catnguyen/
2. DANGERBOY: Right from Essen in the westgerman post-industrial zone of the Ruhrgebiet hails this amazing 3-man/woman-Ooutift, which brought with their LP "MONOPOL" one of the best NDW/Wave records in a real good 80ies style in 2012 so far. www.dangerboy.de
3. DIVING FOR SUNKEN TREASURES: You might know these guys. If you spend your sunday afternoon at the Fleamarket of the Mauerpark, for sure you will have seen this unbelievable good Gipsy punks, that can turn a whole area into a total crazy dancing within a five minutes with their Standupbass/kid drums/Guitar-outfit. http://www.divingforsunkentreasure.com/
After Live comes more music, in our case with these experienced great DJs:
Niki Matita (SubCult, Zentrale Randlage)
DC Reverend (East India fading Company)
Ben Bazooka (Renfield-Zine, Pankerknacker-Zine)
RENFIELD No. 25 Releaseparty 15.09.2012 9 o'clock p.m. at CORTINA BOB, WIENER STR. 34, 10999 Berlin
1. CAT'N'GUYEN: No, it is not just a HipHop Duo with a guy on bass and a really smart female singer, it is much more as you will experience. Imagine Melt Banana recording a HipHop-Album in an old Berlin squat. So just call it as the band does: SHINYHIPHOPDEATHFUCK http://www.ynfnd.com/artist/catnguyen/
2. DANGERBOY: Right from Essen in the westgerman post-industrial zone of the Ruhrgebiet hails this amazing 3-man/woman-Ooutift, which brought with their LP "MONOPOL" one of the best NDW/Wave records in a real good 80ies style in 2012 so far. www.dangerboy.de
3. DIVING FOR SUNKEN TREASURES: You might know these guys. If you spend your sunday afternoon at the Fleamarket of the Mauerpark, for sure you will have seen this unbelievable good Gipsy punks, that can turn a whole area into a total crazy dancing within a five minutes with their Standupbass/kid drums/Guitar-outfit. http://www.divingforsunkentreasure.com/
After Live comes more music, in our case with these experienced great DJs:
Niki Matita (SubCult, Zentrale Randlage)
DC Reverend (East India fading Company)
Ben Bazooka (Renfield-Zine, Pankerknacker-Zine)
RENFIELD No. 25 Releaseparty 15.09.2012 9 o'clock p.m. at CORTINA BOB, WIENER STR. 34, 10999 Berlin
Montag, 11. Juni 2012
Tara, oh Tara
Tara Pryia - Rollin'
Man soll den Menschen ja nichts Schlechtes wünschen. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass eine beschissene Stimmung, Weltschmerz, Liebeskummer, Selbstzweifel oder ähnliche mentale Sumpflöcher die ganz speziellen magischen Zutaten sind, um aus einem ganz guten Popsong etwas Magisches zu machen. Songs für die Ewigkeit mit etwas, das wir hier mal SOUL nennen können. Ich wünsche natürlich auch Tara Priya nichts Schlechtes, und definitiv keine persönlichen Tragödien, dafür sieht sie einfach viel zu gut aus, wie sie da so mit wuscheligen Haaren und großen braunen Augen vom Cover ihrer CD runterschaut. Und da liegt irgendwie das Problem dieser atemberaubend hübschen Kalifornierin, die dich allein mit den Fotos auf ihrer 6-Song-EP schon zum Kleenex greifen lässt: Denn mit ihrem wunderbaren 60ies-Retro-Soul-Pop wird es Tara bestimmt weit bringen, alle werden sie dafür lieben, die Türen zu den ganz großen Stadien müssen einfach offen stehen! Passt ja auch gerade ganz gut in eine Zeit, wo Soul in diversen Spielarten abgefeiert wird wie selbstgerollte Buletten. Da ist natürlich der Vergleich zu Amy Winehouse nicht weit. Womit wir beim Punkt wären. Denn wo mir das komplette "Back to Black"-Album auch nach sechs Jahren einen Schauer auf den Rücken zaubert, bleibt derselbe Effekt bei den Songs der süßen Tara aus und vielleicht liegt das an der ganzen Tragik von Miss Winehouse, die so viel mehr Herzblut in ihre Stimme setzen konnte. Klar, natürlich kannst du wunderbare Soulsongs schreiben und singen (wie Tara), wunderbar aussehen (yeah, wie Tara, verdammt), nen geilen Uniabschluss haben (wie Tara), aber das allein macht dich noch nicht zu einer Diva, die sich durch ihre Stimme in den Pop-Olymp schießt. Schlechte Tattoos, ein massives Drogenproblem, eine gewisse, nicht ganz rationell erklärbare dunkle Aura und ein vermasseltes Rockstarleben könnten da schon helfen. Aber wie gesagt, man soll ja niemandem was schlechtes wünschen (schon gar nicht mit dem Ziel, mal ein legendärer Popstar zu werden). Erst recht nicht einer bezaubernden Soulfee wie Tara Priya. (H) (Rockhit Records, www.rockhit.de, www.tarapriya.com)
Sonntag, 10. Juni 2012
Coogans Bluff - Poncho Express
Was passiert eigentlich, wenn das Horrorszenario wirklich wahr werden würde und Til Schweiger sich mit seiner Forderung als neuer Kommissar duchsetzt, das alte Tatort-Intro zu ersetzen? Gut, für Klaus Doldinger wär's blöd, nach über 30 Jahren auf regelmäßige Tantiemen verzichten zu müssen, aber es wäre die Chance für COOGANS BLUFF. Denn falls sich irgendein Tatort-Verantwortlicher nach einer etwas moderneren, knackigen Soundtrackversion sehnt, dann ist er bei den Rostockern an der richtigen Stelle. Wenn sich eine Band schon nach einem alten Krimi mit Clint Eastwood in der Hauptrolle benennt (den ich übrigens gestern im halbtrunkenen Zustand nachts um drei zufällig auf irgendeinem Minisender aufgetan habe), kann man schon ungefähr auf die Musik schließen, die hier gespielt wird. Der Film ist übrigens von 1968 Clint gerät auf der Suche nach einem Gangster, als totales Landei nach New York und findet das alles etwas seltsam. Das gute alte Lied vom Kulturkampf zwischen dem Landei und der Symphonie der Großstadt. Und das alles von 1968! Baby, da war der Sommer der Liebe gerade voll im Gange, ganze Länder haben den Zauber von Jimi Hendrix entdeckt und dazu selig ein Kind nach dem anderen gezeugt. Ok, da war vieles nach ein paar Jahren auch ziemlich schnarchig, Punk hat ja nicht umsonst irgendwann damit aufgeräumt, aber Coogans Bluff haben sich defintiv von dem guten Scheiß dieser Zeit beeinflussen lassen. Von schwitzigem Blues, Rock'n'Roll und seligem Kraut - wir könnten es auch Hippiescheiß nennen - aber wie gesagt von der guten Sorte. Allein der erste Song - "Beefheart" (natürlich als Reminiszenz an den guten alten Captain zu verstehen) hat mit seinem groovy-groovy-groovy Groove, den Bläsersätzen und dem darüber liegenden krächzigen Gebrabbel - das irgendwo zwischen Screamin' Ja Hawkins und Tom Waits liegt - allerbeste Entertainmentqualitäten.
Und so geht's knackeheiß weiter, zwar nur durch sechs Songs, aber wenn die bis zu 10 Minuten lang sein, darf man a) nicht meckern und b) auch damit rechnen, dass genug Zeit ist, um einfach mal wild draufloszujammen. Auf Platte wird immerhin soviel Form bewahrt, dass man als Hörer noch hinterher kommt. Zwischendurch platzt dann mit "You and me" noch ein dermassen geiler Up-Tempo-Smasher aus Garage-Punkladen rein, das ich mich frage, ob die Nomads den vielleicht irgendwo auf der Straße haben liegen lassen. Musikalisch sind C.B. bisher unerklärlicherweise komplett an mir vorbeigegangen. Da musste wohl erst dieser Pony Express nach Kreuzberg kommen, um das zu ändern und ich muss mich ernsthaft fragen, was da vorher in meinem Plattenkastl los war, denn der PONCHO EXPRESS ist heiß! Je länger ich mir das alles anhöre, desto mehr muss ich manchmal an eine Band wie die lang vergessenen BOTTOM 12 mit etwas Kraut drüber denken, die sich auch nicht zu schade waren, über ihre Gitarrenriffs Saxophone und Trompeten erklingen zu lassen. Gut, dem ein der anderen mag das etwas zu muckermäßig sein, aber davon lass ich mich nicht abschrecken. Trage mittlerweile eh nen Bart, und versüße mir den Sommer mit verstaubten Prog-Rock-Scheiben aus Polen, da darf auch eine zeitgemäße Rockversion in Gestalt von COOGANS BLuff sein. Und so ein bißchen Hippiefeeling könnten wir alle mal wieder vertragen, n'est pas?. Auch ohne Opas CCR-Platten rauskramen zu müssen. Dann lieber COOGANS BLUFF, denn die sind so wie sie sind, einfach und ehrlich. Fehlt nur noch der Sommer der Liebe. (C) (Nois-o-lution, www.coogansbluff.de)
Samstag, 5. Mai 2012
Whores! Everywhere!
Oh, die sind pissig! Sollte dem Begriff der Nutte irgendwelche positiven Assoziationen zugeordnet werden, dem Trio aus Atlanta sind sie wohl unbekannt. Alles, was man jeglicher Art von Prostitution dagegen mit Hass, Wut, Selbstekel, Erniedrigung und Abneigung verbindet, wohl dagegen sehr wohl. Dementsprechend derb geht's auch auf der Ruiner-EP zu. 5 Songs gibt's, macht 5 Songs, in denen sich zähe Noiseriffs über einen langsamen Schlagzeug-Groove schleppen. Natürlich lassen da diejenigen grüßen, die schon früher ihren Unmut in schleppenden Krach umgewandelt haben. Es könnte also gut sein, dass sich dieses Trio durch den gesamten Amphetamine Reptile-Backkatalog gehört hat und weil das nicht gereicht hat, auch noch was von Helmet dazwischen geschoben hat. Als FILTER quasi.
Jedenfalls blubbert hier der Bass, die Gitarre sägt sich durch hübsche Riffs darüber und auch der Schreihals ist so geil angepisst, wie es nicht passender sein könnte. Da ist soviel ungeschminkte, direkte Abkotzerei ohne große Metalcore-ich-bin-so-böse-Posen drin, dass man den dreien ihre Wut für bare Münze glatt abkauft. Vielleicht ist das so, weil hier gerade auf den Schnick-Schnack verzichtet wird, auf irgendwelcher subtilen Anspielungen oder irgendwelche halblustige Formen von Ironie. Und weil Punk ja schon lange viel zu nett ist, Metal auch nur bei den üblichen Verdächtigen für Provokation sorgt, darf es auch mal eine Mische aus allem sein. Ok, das Cover mit der Wumme ist dann vielleicht doch etwas klischeehaft, aber ansonsten hat der geneigte Hörer es hier mit einer geil angepissten EP für den Amoklauf im Kopf zu tun. Genau das richtige, wenn einem nach einem Arbeitstag auf dem Heimweg alle Mitfahrenden wieder mal fürchterlich auf die Nerven steigen. Wäre auch der richtige Soundtrack für ein Remake von Michael Douglas` Amoklauf-Klassikers "Falling Down". Was für Nutten! (E) (Stressed Sumo Records, www.stressedsumorecords.co.uk)
Sonntag, 22. April 2012
THE INSPECTOR CLUZO - The 2 Mousquetaires
Klarer Fall von Bestechung: Wenn dem Rezensenten nicht nur einfach eine Promo-CD inklusive Beiblättchen zukommt, sondern einen eigens dazu passenden Comic dazulegt wird,der ganz charmant die Geschchte der zu rezensierenden Band erzählt, fällt es schwer, das ganze Projekt scheiße zu finden. Aber abgesehen von dem wirklich hübschen Package zum zweiten Inspector Cluzo-Album, kann natürlich auch die Musik einiges. Schon stimmig, diese ganze Mischung aus Rock und Funk. Nehme wir mal die beiden Typen, die hinter der Band stecken. Keine Ahnung, ob die irgendwie einen Punkbackground haben, aber zumindest haben sie die ganze Philosophie des D.I.Y. vollends aufgesogen, denn bei THE INSPECTOR CLUZO läuft alles über die Band. Natürlich die Musik, dann das Konzept der 2-Mann-Combo, die kackfrech und ziemlich tight diese Rock-Funk-Melange zusammenmischt und die ganze Promo-Sache noch dazu. Passion, Hingabe, Herzblut galore, nenn es wie du willst, es ist alles drin.
und wo wir gerade so nett über Comics plauderten: Man könnte auch schnell gewisse Parallelen zu Asterix und Obelix, oder eben auch den titelgebenden tapferen Musketieren ziehen.
Ich meine, was haben wir hier? Zwei Kumpels aus einer idyllischen Region Frankreichs (ok, Gascogne, nicht Gallien) mit einem ziemlich unbändigen, aber nicht unsympathischen Regionalstolz, der sich gern auch mal der ureigenen okzitanischen Sprache bedient. Die beiden ziehen mit Gitarre und Drums gegen die erdrückende und einfallslose Übermacht der Musikindustrie zu Felde und ebenso gegen die immer gleich klingenden schluffig-scheiteltragenden Indie-Bands, die dank der weltweiten Zugänglichkeit jeglicher Musik auch überall gleich klingen, egal ob sie aus England, Norwegen oder Deutschannd kommen. Und das, werte Jury tun die Herren Jourdain und Lacrouts nicht nur mit der nimmer endenden Kraft des Do-It-Yourself, sondern auch der Energie guter einfacher Rockmusik und dem was James Brown, Curtis Mayfield (dessen "Move on up" denn auch gecovert wird) in Soul und Funk zu ganz heißem Scheiß anrührttenn. Nimmt diese Hauptzutaten des Inspector-Cluzo-Kosmos mal zusammen, klingt es in vielen Situationen ein wenig nach Danko Jones, vielleicht mit etwas mehr Hardrock drin, aber insgesmat mit den knackigen Riffs und funky Bläsersätzen, die einen schon richtig neugierig machen, auf das, was der Insector so live anstellen kann. Manchmal mag der Sound etwas zu glatt sein, aber andererseits ist das ja eine ROCKBAND und kein Garage-Punkprojekt, von daher liegen die Zielsetzungen wohl etwas anders. Wer allerdings davon ab noch so schicke Songtitel wie "Why a vulgar french band cannot play shitty english pop music?" an den Tag legt, kann live wie auch auf Platte nicht zu den Bösen gehören. Und von daher passt die Referenz auf die beiden tapferen, renitenten Galliern dann umso besser. Hoffentlich haben sie auf Tour genug Zaubertrank dabei. (G)(http://www.fuckthebassplayer.com)
und wo wir gerade so nett über Comics plauderten: Man könnte auch schnell gewisse Parallelen zu Asterix und Obelix, oder eben auch den titelgebenden tapferen Musketieren ziehen.
Ich meine, was haben wir hier? Zwei Kumpels aus einer idyllischen Region Frankreichs (ok, Gascogne, nicht Gallien) mit einem ziemlich unbändigen, aber nicht unsympathischen Regionalstolz, der sich gern auch mal der ureigenen okzitanischen Sprache bedient. Die beiden ziehen mit Gitarre und Drums gegen die erdrückende und einfallslose Übermacht der Musikindustrie zu Felde und ebenso gegen die immer gleich klingenden schluffig-scheiteltragenden Indie-Bands, die dank der weltweiten Zugänglichkeit jeglicher Musik auch überall gleich klingen, egal ob sie aus England, Norwegen oder Deutschannd kommen. Und das, werte Jury tun die Herren Jourdain und Lacrouts nicht nur mit der nimmer endenden Kraft des Do-It-Yourself, sondern auch der Energie guter einfacher Rockmusik und dem was James Brown, Curtis Mayfield (dessen "Move on up" denn auch gecovert wird) in Soul und Funk zu ganz heißem Scheiß anrührttenn. Nimmt diese Hauptzutaten des Inspector-Cluzo-Kosmos mal zusammen, klingt es in vielen Situationen ein wenig nach Danko Jones, vielleicht mit etwas mehr Hardrock drin, aber insgesmat mit den knackigen Riffs und funky Bläsersätzen, die einen schon richtig neugierig machen, auf das, was der Insector so live anstellen kann. Manchmal mag der Sound etwas zu glatt sein, aber andererseits ist das ja eine ROCKBAND und kein Garage-Punkprojekt, von daher liegen die Zielsetzungen wohl etwas anders. Wer allerdings davon ab noch so schicke Songtitel wie "Why a vulgar french band cannot play shitty english pop music?" an den Tag legt, kann live wie auch auf Platte nicht zu den Bösen gehören. Und von daher passt die Referenz auf die beiden tapferen, renitenten Galliern dann umso besser. Hoffentlich haben sie auf Tour genug Zaubertrank dabei. (G)(http://www.fuckthebassplayer.com)
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Freitag, 23. März 2012
Ein Abend mit Michael, Jakob und Tamer - Taqwacore im Roten Salon
AUf dem Weg zurück nach Kreuzberg frage ich mich, ob das alles so richtig war. Klar, was zu meckern findet man immer, aber als ich die Lesung von Michel Muhammand Knight und die dazugehörige Vorstellung der deutschen Ausgabe von Taqwacore nochmal durch meinen Kopf gehen lasse, verfestigt sich die Meinung, dass das besser hätte laufen können. An einem anderen, geeigneteren Ort. Ich meine, verdammt, wir sind in Berlin und da sollte es nicht möglich sein, eine Lesung eines der interessantesten Bücher der letzten Zeit, dass ich mit Punk beschäftigt, im angemessenen Rahmen hin zu kriegen? Aber von Anfang an.
Taqwacore. Man könnte meinen, all den Sub-Genres von Punk und Hardcore wäre so langsam nichts mehr hinzuzufügen, gibt ja mittlerweile alles mögliche mit allen möglichen weltanschaulichen und musikalischen Hintergründen: Krishnacore hier, Christenpunks, die so provokant sind wie eine Tasse Melissentee im Raumk der STille auf dem Kirchentag, da. Jüdische Skinheadbands wie Jewdriver die einen endlich mal herzhaft lachen lassen und dann wäre da noch der ganze Kram wie Death-, Jazz-, Post-, Mathcore, Street-, Garage-, 60ies-, 70s-, 80s-, 90s, Zeitmaschinen-Punk, der ganze Schubladen-Mist für etwas, das nur auf drei Akkorden aufbaut, aber sich dann doch in allen möglichen Codes neu erfindet.
Und jetzt wird also mit Muslim-Punk der nächste Hype durchs Dorf gejagt. Vielleicht bin ich deshalb umso erstaunter und interessierter an dieser Samstagabend-Veranstaltung, weil diese Kombi 1.) bei mir sensationsgeilem Bock doch mal wieder echtes Interesse geweckt hat und 2.) weil es wirklich so aussieht, als wäre ein Buch, ein bestimmtes Buch die Inspiration für gar nicht wenige junge Muslime gewesen, selber Bands zu gründen, sich selber Taqwacore zu nennen, selber eine eigene Szene zu gründen, selber die Wut rauszubrüllen und zu versuchen, die widerborstige Punkattitüde mit ihrem - nicht gänzlich in Frage gestellten - Glauben zu verbinden. Da kann man noch mal am recht aktuellen Beispiel nachvollziehen,wie sich die frühen Punkszenen geformnt haben.
Michael Muhammad Knight hat "The Taqwacores" 2004 veröffentlicht, es ist ein Roman um eine Truppe von 4-5 muslimischen Punks/Hardcorelern, die sich - eben - The Taqwacores nennen. Taqwacore ist übrigens ein Kofferwort, dass sich aus dem arabischen Wort "Taqwa" (was ungefähr mit Frömmigkeit oder Gläubigkeit übersezt werden kann) und - welche Überraschung - Hardcore.
Es geht in Knights erster fiktiven Veröffentlichung also um Punk und Islam. Oder um junge Muslime, die auch Bock auf Punk haben. Geht das denn überhaupt?
Was für einen Effekt sein Buch auf junge Muslime in den USA haben würde, hätte sich Michael M. Knight wohl nie gedacht. Aber ob bewusst oder nicht, er hat damit wohl genau den richtige Nerv getroffen, genau die richtigen Worte gefunden um das auszudrücken, was einer Menge Muslimen, die sich mit islamischen Glaubensregeln und der westlichen Kultur, in der sie ja nunmal leben, selber finden müssen. Und eben dieser Michael Knight war an diesem Samstagabend zur Präsentation der deutschen Erstausgabe der Taqwacores (nur knapp 8 Jahre nach der englischen Ausgabe, Respekt!) am letzten Tag seiner drei-tägigen Lesetour durch Deutschland (vorher waren Leipzig und Köln an der Reihe) zu Gast in Berlin. Im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit dem Herausgeber der Wochenzeitung "der freitag", Jakob Augstein als Moderator und Tamer Yigit, Schauspieler und wohl auch Sänger diverser türkischer Metalbands, als Leser der deutschen Übersetzung. Ganz schön großer Zirkus für das erste deutschsprachige Buch eines amerikanischen Autors, das sich eigentlich mit einem sehr kleinen Sub-Genre einer Subkultur beschäftigt. Aber es geht natürlich auch um den Islam und wie das denn so gehen kann mit Rebellion und Glauben und all dem, Grund genug also für diverse Feuilleton- und Spexleser, angehende Geisteswissenschaftler, aber auch zahlreiche junge Muslime/Muslima mal im Roten Salon vorbeizuschauen. Und für mich auch, obwohl ich die Sache mit Augstein und dem türkischen Deathmetalkollegen gar nichts wusste. Macht aber auch nix, die beiden kannte ich bis zu dem Abend auch gar nicht. Verpasst habe ich aber damit auch nicht wirklich was.
Diese drei sitzen also gemeinsam auf der Bühne im Roten Salon: Knight links, Augstein in der Mitte und rechts daneben mit Jogginghose, Böhse-Onkelz-Shirt und Metalkutte, Tamer Yigit.
Michael M. Knight könnte gegensätzlicher nicht aussehen, denn im grauen Anzug sieht er sieht jedenfalls eher wie ein etwas verkopfter Geisteswissenschaftler aus, aus als jemand der knietief im Punkunderground unterwegs ist. Trotzdem nicht unsympathisch, was sich im Laufe des Abends immer mehr bestätigt. Er liest flüssig ein paar Passagen aus seinem Buch, kann auf Fragen und Diskussionsbeiträge souverän und unterhaltsam antworten. Ich muss sagen, dass das, was er erzählt, mir ganz gut gefällt. Ich werde jetzt nciht automatisch zum Islam konvertieren, kann aber zumidnest besser verstehen, wie Punk und Ilsam zusammengehen können. Und Mr. Knight its nun mal ziemlich smart. Aber ist das vielleicht eine typisch amerikanische Eigenart, sich einfach gut und gewählt ausdrücken zu können? Es ist jedenfalsl sehr schnell klar, dass die Sympathien der Anwesenden ganz klar bei Mr. Knight liegen. Und die anderen beiden? Vielleicht hätten die Organisatoren mal bei der Vorbereitung dieses Abends, als sie den passenden Gastgeber für diese Veranstaltung gesucht haben, mal einen Blick in die Gelben Seiten werfen sollen - Dann hätten sie wohl jemanden gefunden, der sich damit auskennt.
Jakob Augstein macht jedenfalls vom ersten Moment an den Eindruck, als gäbe es kein Thema für ihn, was weiter weg sein könnte als Muslim-Punk. Schwer vorzustellen, dass dieser extrem intellektuell wirkende Publizist überhaupt irgendwann mal auf einem Punk- oder Rock-konzert unterwegs war, ganz schwer sogar. Da hätte sich als Moderator bestimmt jemand gefunden, der sich mit der Materie etwas besser auskennt, aber vielleicht musste es der Freitags-Zeitungsmann einfach sein, weil seine Wochenzeitung zufällig der Medienpartner bei dieser Veranstaltung war(und sein Werbematerial recht aufällig im Raum verteilt hat). Warum setzt man also einen Typen dahin, der offensichtlich nicht wirklich Interesse an dem Buch und dessen Inhalt zeigt? Es war so ein bißchen eine Darstellung des abgeklärten Publizisten, der etwas von oben herab (eventuell vom Balkon seines Elfenbeinturmes?), dazu leicht ermüdet und verständnislos auf etwas schaut, was total außerhalb seines Weintrinker-Zeitungsmacher-Hochkultur-Kosmos stattfindet.
Vielleicht war auch das den Veranstaltern nicht ganz entgangen und möglicherweise wollte man dazu als Gegengewicht einen echten subkulturellen Verteter ins Bild stellen. Einen echten Rocker, möglichst mit türkischem Hintergund, am besten sogar aus Kreuzberg, das wäre ja sowas von authentisch, kredibel und so bodenständig, dass man's kaum aushält. Suchen wir uns doch einen echten Berlintürken, der eben nicht nur den ganzen Tag HipHop hört, mag man sich da von Seiten des Verlags gedacht haben. Und wen nehmen wir da, als migrantischen Alibivertreter der harten Berliner Rockmusikszene? Na, den Tamer, da ist doch so ein echt authentischer Typ. Ist ja Schauspieler. Singt in zwanzig Metalbands. Ganz verrückter Hund, der Tamer, den nehmen wir. Der liest bestimmt gern. Zumindest das stimmt, Yigit mag sehr authentisch als Berliner Strassenrocker rüberkommen (oder so wie man sich das als "freitag"-LeserIn vorstellt) er ist allerdings an diesem Abend eines nicht: gut vorbereitet.
Kämpft sich durch sein Skript und weiß oft gar nicht, wo der Text auf dem einen Zettel anfängt und auf dem anderen aufhört. Die gewisse Hilflosigkeit, aus die ihm Papa Augstein dann gutväterlich immer wieder raushilft, sorgt erstmal für Gelächter im Saal, lässt den Guten aber schnell in die Rolle des etwas blöden Metal-Prolls rutschen, der sich da irgendwie ins Gespräch zwischen den beiden intelektuellen Schwergewichte verirrt hat. Und das zieht sich nicht nur über die Lesung, sondern auch durch die anschließende Diskussion. Augstein braucht ewig, bis er, trotz immer lauter werdender Forderungen, das Publikum mit ins Gespräch einbezieht. Er will seinen Fragenkatalog (den es trotz augenscheinlichen Desinteresses gibt, hier stimmt die Vorbereitung) unbedingt durchziehen, knickt dann aber ein und dank einiger wirklich engagierter junger Frauen entwickelt sich dann doch eine lebhafte Diskussion, über Punk, über die verschiedenen Spielarten des Islam samt seinen Vorschriften und wie sie im westlichen Alltag praktizierbar sind. Eine Diskussion, die ihren Höhepunkt in der Frage erreicht, inwieweit die westlichen Staaten wirklich die Trennung von Kirche und Staat vollzogen haben, die sie für sich immer propagieren. Da wird dann auch auf einmal das Interesse des bisher recht teilnahmlos wirkenden Augstein geweckt, endlich froh, einen Streitpunkt mit Michael Knight gefunden zu haben. Für Tamer Yigit scheint das alles etwas zu hoch zu sein, in bestem Straßenköterdeutsch gibt er ab und an ein Statement zum Besten, das vielleicht irgendwas mit dem Buch und der Idee des Muslim-Punk (von der Tamer ganz gemäß dem guten, alten "No gods, no masters"-Mottos folgend, sehr wenig hält), aber wenig mit dem augenblicklichen Thema der Debatte zu tun hat. Und dann, als wirklich ein gewisser "now we can talk"-Punkt erreicht zu sein scheint, der Punkt, an dem wirklich lebhaft ein Gespräch zwischen denen auf und denen vor der Bühen stattfindet, wird - recht überraschend für alle Anwesenden - die Veranstaltung einfach beendet. Abgebrochen. Aus. Ende. Seltsam.
Moderatnix Augstein bekommt aus der Tiefe des Raumes das Zeichen für das zeitliche Ende der Veranstaltung. Michael M. Knight und Yigit posieren noch standesgemäß für ein paar Fotos, Bücher werden signiert und das war's dann. Komisches Ende, denke ich, als ich zehn Minuten später zum Alex laufe. Warum, frage ich mich, waren eigentlich so wenig Punks da? Egal ob Muslim, Atheist oder Mitglied in der Sekte des allswissenden SPaghettimonsters, DAS hier hätte an einem anderen Ort in derselben Stadt bestimmt ein größeres und interessierteres Publikum gezogen. Und damit meine ich nicht, dass Kreuzberg automatisch der bessere Stadteil für die Taqwacore-Lesung gewesen wäre. Oder lag's an der Location? An der etwas unglücklichen Auwahl der Beteiligten? Und wie war das eigentlich in Köln und Leipzig? We'll never know...
Taqwacore. Man könnte meinen, all den Sub-Genres von Punk und Hardcore wäre so langsam nichts mehr hinzuzufügen, gibt ja mittlerweile alles mögliche mit allen möglichen weltanschaulichen und musikalischen Hintergründen: Krishnacore hier, Christenpunks, die so provokant sind wie eine Tasse Melissentee im Raumk der STille auf dem Kirchentag, da. Jüdische Skinheadbands wie Jewdriver die einen endlich mal herzhaft lachen lassen und dann wäre da noch der ganze Kram wie Death-, Jazz-, Post-, Mathcore, Street-, Garage-, 60ies-, 70s-, 80s-, 90s, Zeitmaschinen-Punk, der ganze Schubladen-Mist für etwas, das nur auf drei Akkorden aufbaut, aber sich dann doch in allen möglichen Codes neu erfindet.
Und jetzt wird also mit Muslim-Punk der nächste Hype durchs Dorf gejagt. Vielleicht bin ich deshalb umso erstaunter und interessierter an dieser Samstagabend-Veranstaltung, weil diese Kombi 1.) bei mir sensationsgeilem Bock doch mal wieder echtes Interesse geweckt hat und 2.) weil es wirklich so aussieht, als wäre ein Buch, ein bestimmtes Buch die Inspiration für gar nicht wenige junge Muslime gewesen, selber Bands zu gründen, sich selber Taqwacore zu nennen, selber eine eigene Szene zu gründen, selber die Wut rauszubrüllen und zu versuchen, die widerborstige Punkattitüde mit ihrem - nicht gänzlich in Frage gestellten - Glauben zu verbinden. Da kann man noch mal am recht aktuellen Beispiel nachvollziehen,wie sich die frühen Punkszenen geformnt haben.
Michael Muhammad Knight hat "The Taqwacores" 2004 veröffentlicht, es ist ein Roman um eine Truppe von 4-5 muslimischen Punks/Hardcorelern, die sich - eben - The Taqwacores nennen. Taqwacore ist übrigens ein Kofferwort, dass sich aus dem arabischen Wort "Taqwa" (was ungefähr mit Frömmigkeit oder Gläubigkeit übersezt werden kann) und - welche Überraschung - Hardcore.
Es geht in Knights erster fiktiven Veröffentlichung also um Punk und Islam. Oder um junge Muslime, die auch Bock auf Punk haben. Geht das denn überhaupt?
Was für einen Effekt sein Buch auf junge Muslime in den USA haben würde, hätte sich Michael M. Knight wohl nie gedacht. Aber ob bewusst oder nicht, er hat damit wohl genau den richtige Nerv getroffen, genau die richtigen Worte gefunden um das auszudrücken, was einer Menge Muslimen, die sich mit islamischen Glaubensregeln und der westlichen Kultur, in der sie ja nunmal leben, selber finden müssen. Und eben dieser Michael Knight war an diesem Samstagabend zur Präsentation der deutschen Erstausgabe der Taqwacores (nur knapp 8 Jahre nach der englischen Ausgabe, Respekt!) am letzten Tag seiner drei-tägigen Lesetour durch Deutschland (vorher waren Leipzig und Köln an der Reihe) zu Gast in Berlin. Im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit dem Herausgeber der Wochenzeitung "der freitag", Jakob Augstein als Moderator und Tamer Yigit, Schauspieler und wohl auch Sänger diverser türkischer Metalbands, als Leser der deutschen Übersetzung. Ganz schön großer Zirkus für das erste deutschsprachige Buch eines amerikanischen Autors, das sich eigentlich mit einem sehr kleinen Sub-Genre einer Subkultur beschäftigt. Aber es geht natürlich auch um den Islam und wie das denn so gehen kann mit Rebellion und Glauben und all dem, Grund genug also für diverse Feuilleton- und Spexleser, angehende Geisteswissenschaftler, aber auch zahlreiche junge Muslime/Muslima mal im Roten Salon vorbeizuschauen. Und für mich auch, obwohl ich die Sache mit Augstein und dem türkischen Deathmetalkollegen gar nichts wusste. Macht aber auch nix, die beiden kannte ich bis zu dem Abend auch gar nicht. Verpasst habe ich aber damit auch nicht wirklich was.
Diese drei sitzen also gemeinsam auf der Bühne im Roten Salon: Knight links, Augstein in der Mitte und rechts daneben mit Jogginghose, Böhse-Onkelz-Shirt und Metalkutte, Tamer Yigit.
Michael M. Knight könnte gegensätzlicher nicht aussehen, denn im grauen Anzug sieht er sieht jedenfalls eher wie ein etwas verkopfter Geisteswissenschaftler aus, aus als jemand der knietief im Punkunderground unterwegs ist. Trotzdem nicht unsympathisch, was sich im Laufe des Abends immer mehr bestätigt. Er liest flüssig ein paar Passagen aus seinem Buch, kann auf Fragen und Diskussionsbeiträge souverän und unterhaltsam antworten. Ich muss sagen, dass das, was er erzählt, mir ganz gut gefällt. Ich werde jetzt nciht automatisch zum Islam konvertieren, kann aber zumidnest besser verstehen, wie Punk und Ilsam zusammengehen können. Und Mr. Knight its nun mal ziemlich smart. Aber ist das vielleicht eine typisch amerikanische Eigenart, sich einfach gut und gewählt ausdrücken zu können? Es ist jedenfalsl sehr schnell klar, dass die Sympathien der Anwesenden ganz klar bei Mr. Knight liegen. Und die anderen beiden? Vielleicht hätten die Organisatoren mal bei der Vorbereitung dieses Abends, als sie den passenden Gastgeber für diese Veranstaltung gesucht haben, mal einen Blick in die Gelben Seiten werfen sollen - Dann hätten sie wohl jemanden gefunden, der sich damit auskennt.
Jakob Augstein macht jedenfalls vom ersten Moment an den Eindruck, als gäbe es kein Thema für ihn, was weiter weg sein könnte als Muslim-Punk. Schwer vorzustellen, dass dieser extrem intellektuell wirkende Publizist überhaupt irgendwann mal auf einem Punk- oder Rock-konzert unterwegs war, ganz schwer sogar. Da hätte sich als Moderator bestimmt jemand gefunden, der sich mit der Materie etwas besser auskennt, aber vielleicht musste es der Freitags-Zeitungsmann einfach sein, weil seine Wochenzeitung zufällig der Medienpartner bei dieser Veranstaltung war(und sein Werbematerial recht aufällig im Raum verteilt hat). Warum setzt man also einen Typen dahin, der offensichtlich nicht wirklich Interesse an dem Buch und dessen Inhalt zeigt? Es war so ein bißchen eine Darstellung des abgeklärten Publizisten, der etwas von oben herab (eventuell vom Balkon seines Elfenbeinturmes?), dazu leicht ermüdet und verständnislos auf etwas schaut, was total außerhalb seines Weintrinker-Zeitungsmacher-Hochkultur-Kosmos stattfindet.
Vielleicht war auch das den Veranstaltern nicht ganz entgangen und möglicherweise wollte man dazu als Gegengewicht einen echten subkulturellen Verteter ins Bild stellen. Einen echten Rocker, möglichst mit türkischem Hintergund, am besten sogar aus Kreuzberg, das wäre ja sowas von authentisch, kredibel und so bodenständig, dass man's kaum aushält. Suchen wir uns doch einen echten Berlintürken, der eben nicht nur den ganzen Tag HipHop hört, mag man sich da von Seiten des Verlags gedacht haben. Und wen nehmen wir da, als migrantischen Alibivertreter der harten Berliner Rockmusikszene? Na, den Tamer, da ist doch so ein echt authentischer Typ. Ist ja Schauspieler. Singt in zwanzig Metalbands. Ganz verrückter Hund, der Tamer, den nehmen wir. Der liest bestimmt gern. Zumindest das stimmt, Yigit mag sehr authentisch als Berliner Strassenrocker rüberkommen (oder so wie man sich das als "freitag"-LeserIn vorstellt) er ist allerdings an diesem Abend eines nicht: gut vorbereitet.
Kämpft sich durch sein Skript und weiß oft gar nicht, wo der Text auf dem einen Zettel anfängt und auf dem anderen aufhört. Die gewisse Hilflosigkeit, aus die ihm Papa Augstein dann gutväterlich immer wieder raushilft, sorgt erstmal für Gelächter im Saal, lässt den Guten aber schnell in die Rolle des etwas blöden Metal-Prolls rutschen, der sich da irgendwie ins Gespräch zwischen den beiden intelektuellen Schwergewichte verirrt hat. Und das zieht sich nicht nur über die Lesung, sondern auch durch die anschließende Diskussion. Augstein braucht ewig, bis er, trotz immer lauter werdender Forderungen, das Publikum mit ins Gespräch einbezieht. Er will seinen Fragenkatalog (den es trotz augenscheinlichen Desinteresses gibt, hier stimmt die Vorbereitung) unbedingt durchziehen, knickt dann aber ein und dank einiger wirklich engagierter junger Frauen entwickelt sich dann doch eine lebhafte Diskussion, über Punk, über die verschiedenen Spielarten des Islam samt seinen Vorschriften und wie sie im westlichen Alltag praktizierbar sind. Eine Diskussion, die ihren Höhepunkt in der Frage erreicht, inwieweit die westlichen Staaten wirklich die Trennung von Kirche und Staat vollzogen haben, die sie für sich immer propagieren. Da wird dann auch auf einmal das Interesse des bisher recht teilnahmlos wirkenden Augstein geweckt, endlich froh, einen Streitpunkt mit Michael Knight gefunden zu haben. Für Tamer Yigit scheint das alles etwas zu hoch zu sein, in bestem Straßenköterdeutsch gibt er ab und an ein Statement zum Besten, das vielleicht irgendwas mit dem Buch und der Idee des Muslim-Punk (von der Tamer ganz gemäß dem guten, alten "No gods, no masters"-Mottos folgend, sehr wenig hält), aber wenig mit dem augenblicklichen Thema der Debatte zu tun hat. Und dann, als wirklich ein gewisser "now we can talk"-Punkt erreicht zu sein scheint, der Punkt, an dem wirklich lebhaft ein Gespräch zwischen denen auf und denen vor der Bühen stattfindet, wird - recht überraschend für alle Anwesenden - die Veranstaltung einfach beendet. Abgebrochen. Aus. Ende. Seltsam.
Moderatnix Augstein bekommt aus der Tiefe des Raumes das Zeichen für das zeitliche Ende der Veranstaltung. Michael M. Knight und Yigit posieren noch standesgemäß für ein paar Fotos, Bücher werden signiert und das war's dann. Komisches Ende, denke ich, als ich zehn Minuten später zum Alex laufe. Warum, frage ich mich, waren eigentlich so wenig Punks da? Egal ob Muslim, Atheist oder Mitglied in der Sekte des allswissenden SPaghettimonsters, DAS hier hätte an einem anderen Ort in derselben Stadt bestimmt ein größeres und interessierteres Publikum gezogen. Und damit meine ich nicht, dass Kreuzberg automatisch der bessere Stadteil für die Taqwacore-Lesung gewesen wäre. Oder lag's an der Location? An der etwas unglücklichen Auwahl der Beteiligten? Und wie war das eigentlich in Köln und Leipzig? We'll never know...
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Mittwoch, 15. Februar 2012
Geweiht, nicht gehörnt - Antlered Man - Giftes 1 and 2
So kann man sich täuschen: CD liegt im Postfach, im Fanzine-Release-Trubel werfe ich einen Blick aufs Cover und sehe was von Antlered und denke: Hat vielleicht was mit Ameisen zu tun, der Titel. Eine kurze Recherche ergibt allerdings das totale Gegenteil. Denn die stolzen Helden des Waldes, die Hirsche sind Antlered, also mit Geweih beschmückt, quasi "geweiht". Weihevoll gehts bei dem hier zu rezensierenden Quartett aber eher nicht zu, man hüpft eher ziemlich energisch mit fettem Sound durchs Gebälk. Nois-o-lution-Bands sind ja oft dafür bekannt, dass sie auf dem weiten Feld von Alternative- und Noise-Rock die recht spannenden Ecken abdecken und wenn man sich das so anschaut, passen A.M. perfekt auf dieses Label. Fast merkt man dabei gar nicht, dass sie aus London stammen, denn nur weil diese vier aus Großbritannien kommen, heißt das nicht, dass sie lahmen Brit-Pop machen. Nix also mit Verweisen auf Oasis, Verve oder ähnlichen Figuren, Antlered Man frickeln sich lieber durch den Wald aus Noise, seltsamen Songstrukturen und abgehackten Beats. Brüche im Durchlauf sind dabei vorprogrammiert und wohl auch gewollt. Das führt natürlich zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit beim Hören, denn es blitzt einiges an Assoziationen auf: fette Nu-Metal-Riffs bidlen den fruchtbaren erdig-dampfenden Grundstock, wird von dem melodischen Parts unterstützt, den ein oder anderen Klaps mit der Noise-Peitsche gibts auch und irgendwann muss man sogar damit rechnen,dass noch da draussen im Soundwald ein wunderbar optimistisches Pfeifen den Anfangg für einen weiteren wunderbaren Song bildet. Also: Ideen ohne Ende werden hier auf ein Album gepresst und das können nicht wenige. Im letzte Jahr waren die Geweihmenschen mit KELLERMENSCH und ANDSOIWATCHYPOUFROMAFAR auf Tour, beides Bands, die zumindest dem eingeweihten Rockmusikhörer ein Begriff sein dürften. Wenn aber jemand mal zufällig dem Serj Tankian von SYSTEM Of A DOWN diese Platte unter die Geburtstagsgeschenke schieben würde, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass der sich dieses Plättchen auch öfters mal anhört. SOAD wären sowieso eine gute Referenz für Antlered Man, auch wenn die halt noch nicht erreicht, aber zumindest in Sichtweite sind. Vom Ideenreichtum her passt es allemal und wenn das erst die Geschenke 1 bis 2 sind, dann kann man wohl damit rechnen, dass im Wald der gehörnten Kerle noch einiges an Kraftstoff im Unterholz schlummert. (J)
Mittwoch, 8. Februar 2012
RENFIELD-FANZINE No. 24 OUT NOW!!!
Hey folks!
First of all I have to say THANKS TO really EVERYBODY who has been at the Trickster last saturday. It was an amazing evening, lots of people, great bands, and a good atmosphere. Really, although I was quite busy, I think this was some kind of event I always imagined for a Renfield-Party. So I hope next time, when we will celebrate the 25th issue of Renfield-Zine, it will work out in a similar way.
And now I 'd like to recommend you warmly our lates piece of Hotch&Potch&Rock'n'Roll!
Renfield-No 24 got 60 pages, each one packed with so much love and passion that Romsamunde Pilcher could write 10 more books of it.
And of course we have lots of interesting stuff in it:
Interviews with
- UFOMAMMUT (Italys leading space-drone-doom-psychedelic-Mutants,great visuals, great Songs and whistling ears after every gig is guaranteed!)
- KATKA KULLMANN (not only a smart and cute lady, but also the author of the bestseller "Echtleben" which mirrors perfectly the dilemma of living and working creatives and freelancers living in germany 2012)
- BOB WAYNE (Ah, you are a punk that has been infected by country since Johnny's "American Recording Pt.I-V"? Then you'll love this guy and would like to move into his trailer a.s.a.p.)
- TRIKE (highly entertaining Duo that I first saw busking with keyboard, violin and tapdancing at the Metro U8. So who could tell better about the highlights and failures of busking than these two canadians?)
- DAS VIERBLÄTTRIGE KLOBLATT (the editors of this toilet zine are from Vienna and I am still impressed by the way they do their, ahem, shit. And am a bit jealous of the 5000-piece editon they do all the time. We want cultural sponsoring, too!!)
- THE MONSTERS (these swiss garage legend talks about te first songs in their life)
Beside of that we got lots of columns (by Gabriel S. Moses, Bianca Stücker, Philipp Nussbaum, Johannes Witek, a Manga about Hong Kong-based indieband KOLOR (by Arashi Ran), two reports about the Fanzine-Conventions in Leipzig and Berlin and
lots of reviews of zines and records.
Did I forgot anything?
YES, I DID! For the first time in RENFIELD-history we have a full-coloured cover, which you can see not only on this blog, but also hold it in your very own hands when you order a piece of our fanzine.
So if you are interested, order your pice of highly limited RENFIELD-Fanzine via
renfield-fanzine@hotmail.de
Cheers,
Gary Flanell
First of all I have to say THANKS TO really EVERYBODY who has been at the Trickster last saturday. It was an amazing evening, lots of people, great bands, and a good atmosphere. Really, although I was quite busy, I think this was some kind of event I always imagined for a Renfield-Party. So I hope next time, when we will celebrate the 25th issue of Renfield-Zine, it will work out in a similar way.
And now I 'd like to recommend you warmly our lates piece of Hotch&Potch&Rock'n'Roll!
Renfield-No 24 got 60 pages, each one packed with so much love and passion that Romsamunde Pilcher could write 10 more books of it.
And of course we have lots of interesting stuff in it:
Interviews with
- UFOMAMMUT (Italys leading space-drone-doom-psychedelic-Mutants,great visuals, great Songs and whistling ears after every gig is guaranteed!)
- KATKA KULLMANN (not only a smart and cute lady, but also the author of the bestseller "Echtleben" which mirrors perfectly the dilemma of living and working creatives and freelancers living in germany 2012)
- BOB WAYNE (Ah, you are a punk that has been infected by country since Johnny's "American Recording Pt.I-V"? Then you'll love this guy and would like to move into his trailer a.s.a.p.)
- TRIKE (highly entertaining Duo that I first saw busking with keyboard, violin and tapdancing at the Metro U8. So who could tell better about the highlights and failures of busking than these two canadians?)
- DAS VIERBLÄTTRIGE KLOBLATT (the editors of this toilet zine are from Vienna and I am still impressed by the way they do their, ahem, shit. And am a bit jealous of the 5000-piece editon they do all the time. We want cultural sponsoring, too!!)
- THE MONSTERS (these swiss garage legend talks about te first songs in their life)
Beside of that we got lots of columns (by Gabriel S. Moses, Bianca Stücker, Philipp Nussbaum, Johannes Witek, a Manga about Hong Kong-based indieband KOLOR (by Arashi Ran), two reports about the Fanzine-Conventions in Leipzig and Berlin and
lots of reviews of zines and records.
Did I forgot anything?
YES, I DID! For the first time in RENFIELD-history we have a full-coloured cover, which you can see not only on this blog, but also hold it in your very own hands when you order a piece of our fanzine.
So if you are interested, order your pice of highly limited RENFIELD-Fanzine via
renfield-fanzine@hotmail.de
Cheers,
Gary Flanell
Sonntag, 15. Januar 2012
NEXT RENFIELD-Fest coming soon!
Yeah, finally we got everything together: We got a bunch of bands, we got a suitable date, a very nice location and of course we got a reason to celebrate:
THE 24TH ISSUE OF RENFIELD-FANZINE WILL BE OUT SOON!!!
So check these news:
Renfield No.24 Release-Party
When? 04.02.2012, 9 o'clock, p.m.
At? TRICKSTER, Oberbaumstr. 11, Kreuzberg
Who?
- 100000 Tonnen Kruppstahl (great grindcore from Berlin, 100000tonnenkruppstahl.de)
- NEONBONE (finest Pop-Punk from Münster/Westfalia in the way of RAMONES or M.O.T.O.
with brand new EP,www.lastfm.de/music/Neon+Bone)
- JARS (high-energy, versatile HC from Moscow,www.soundcloud.com/fuck-the-jars)
DJ-Team: Niki Matita & DJ Neatstep play their finest 7inches
See you there (and not at the SCREAM-Gig :O)
Mittwoch, 4. Januar 2012
Rauchhaus-Benefiz - UPDATE!
So! Langsam lichtet sich der Nebel , ähm oder der Rauch, ach vergesst diese blöde Einleitung einfach...
Wir erinnern uns: Am Rauchhaus hat's gebrannt und deshalb gibt es am 11.01. eine fette BENEFIZ-GALA im SO 36 und hier das wirklich exquisite Line-Up:
ROCKSHOE
FRAU MANSMANN
VAL SINESTRA
THE BOTTROPS
TWITCHBLADES
THE BRUNETTEZ
CUT MY SKIN
A PONY NAMED OLGA
KUMPELBASIS
JINGO DE LUNCH
DJ-Set mit:
Gary Flanell
DC Reverend von der East India Fading Company und
Johnny B. Late
Wir erinnern uns: Am Rauchhaus hat's gebrannt und deshalb gibt es am 11.01. eine fette BENEFIZ-GALA im SO 36 und hier das wirklich exquisite Line-Up:
ROCKSHOE
FRAU MANSMANN
VAL SINESTRA
THE BOTTROPS
TWITCHBLADES
THE BRUNETTEZ
CUT MY SKIN
A PONY NAMED OLGA
KUMPELBASIS
JINGO DE LUNCH
DJ-Set mit:
Gary Flanell
DC Reverend von der East India Fading Company und
Johnny B. Late
Montag, 2. Januar 2012
Rauchhaus-Benefiz
Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: In der Nacht zum 25.12.2012 wurde im Berliner Georg-von-Rauch-Haus (genau das eine, von Ton Steine Scherben besungene) Feuer gelegt. Durch den Brand wurden mehrer Personen verletzt und mussten mit Verbrennungen, Rauchvergiftungen, Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden. Sowas ist natürlich extrem scheiße, doof und blöd gleichzeitig und deshalb gibt es am 11.01. 2012 ein kurzfristig angesetztes Benefiz-Konzert für das Rauchhaus im SO36.
Mit dabei sind alle unsere Lieblings-Straßenköterbands aus Berlin, so auch DIE BOTTROPS, THE BRUNETTES, FRAU MANNSMANN, VAL SINIESTRA u.a.
Natürlich will die Renfield-Crew auch was tun und deshalb legen Gary Flanell und DC Reverend von der East India Fading Company im Anschluß noch ein feines DJ-Set zum gepflegten Abtanzen hin.
Hier nochmal die Infos in der Brühwürfel-Fassung:
Rauchhaus-Benefiz-Konzert
im SO36, Oranienstraße, Kreuzberg
11.01.2012, ab 19.Uhr
Eintritt: 5 Euro
mit: DIE BOTTROPS, THE BRUNETTES, FRAU MANNSMANN, VAL SINIESTRA u.a.
DJs: Gary Flanell (Renfield-Zine) & DC Reverend (East India Fading Company)
Mehr Infos zu dem Brand findet ihr unter:
http://de.indymedia.org/2011/12/322386.shtml
Montag, 24. Oktober 2011
...but a nice cover
Es gibt eine Menge Platten, von denen man schnell sagen kann: Irgendwie kickt das nicht so richtig. Platten die weder abgrundtief schlecht noch superwahnsinnnig toll sind. Das sind genaugenommen wahrscheinlich 90% aller je erschienenen Platten. 5 Prozent würde man jederzeit gegen die eigene Großfamilie eintauschen und die anderen 5%, nunja, kann man gut als Brechmittel oder zur Lösung einer fiesen Obstipation einsetzen. Die sind so schlecht, dass einem beim Hören die Scheiße durch den Darm rutscht. Für die etwas grobe Ausdrucksweise möchte ich mich sofort entschuldigen, aber fiese Platten brauchen auch drastische Begrifflichkeiten. Und dann gibt es noch Platten wie die "Love Songs & Battle Hymns" eines Trios namens Muffalo. Die sind ungefähr so, wie die Leute im Klassenraum, die inder dritten Reihe von vorn, zweiter Platz von links sitzen und sich selten gemeldet haben. Man könntre sie Hinterbänkler nennen, wenn sie dafür nicht zu weit vorn gesssen hätten. Diese Leute waren immer eher ruhig, trotzdem nett, keine Riesenarschlöcher, aber auch niemand, mit denen man siene erste Zigarette auf dem Klo geteilt hätte. Sie waren einfach da. Und erst in der Distanz duch ihre stinknormale Unauffälligkeit wieder inteerssant. Ähnliche Eindrücke vermitteln Muffalo, die irgednwo aus den USA kommen und sich latent im Kyuuss-Umfled formiert haben. Mein erster Gedanke beim Hören der "Love Hymns and Battlesongs" war: Wieso nimmt man so eine Platte auf? Eine Gitarrenrockplatte mit einem leichten QUOTSA-Touch, aber ohne total in die dumpfe basslastige Sound-Wüste zu kippen. Die Songs sind gut gespielt, aber nie überragend, es findet sich nicht so recht der Aufschrei, der Hit, bei dem man sagen könnte, nur deshalb ist das hier eien Kaufempfehlung wert.
Gut, dachte ich, vielleicht habe ich sie nur noch nicht oft genug gehört. Also dann noch 5mal durchlaufen lassen. Ich muss kapitulieren. Es bleibt nichts hängen. Gitarrenlastige Rockmusik. Schnörkellos, gut gemacht, aber auch etwas graumäusig. Wenn man ein Album veröffentlicht, rechnet man vielleicht damit, dass es zumindest eine kleine Schar gibt, die die Songs hemmungslos abfeiert, selbst das kann ich mir bei Muffalo schwer vorstellen. Das Album läuft durch, als wäre alles mit angezogener Handbremse gespielt worden und die Herren Trautman, Myers und Gunderson
nicht so explodieren wollen, wie es bei einem Rockalbum sein muss, das Aufsehen erregen soll - und seien wir ehrlich - das ist doch das Ziel jeder Gitarrenrockplatte: Aufmerksamkeit erregen, egal ob durch laut oder leise, schnell oder langsam, extrem tricky oder total stumpf - es muss nur zumindest teilweise den Hörer aus seinem dumpfen Aufmerksamkeitsdefizit reissen - oder wie der Fachman sagt: es muss rocken, ansonsten kann man's gleich lassen. Was ziemlich gut mein Problem mit dem Durchschnitts-noch-nicht-mal-luschige-Kiffermucke von Muffalo beschreibt. Es fehlt einfach der Kick und ich frage mich immer noch: Warum so eine Platte rausbringen? Vielleicht brauche ich einfach 10 Jahre Distanz, um das hherauszufinden (Q) (Buttamilk Rec.)
Labels:
Aber ein schönes Cover haben sie,
Muffallo,
Rock
Montag, 10. Oktober 2011
Dawning of a New Fanzine!
Ladies and gentlemen,
before the world will totally change in 2012, there is still time to do some needful things in life, for example to announce the birth of another great piece of DIY-magazine.
The very first issue of the mighty GOSSENDELPHIN-Zine is about to be released on friday the 14th of October. Somehow involved into this great piece of music, I contributed the first Cemetary-story in a long row which will hopefully be continued.
Beside of this you will find also tons of amazing interviews, reviews and shortstories in this premier edition of Gossendelphin (which means "gutter dolphin", by the way).
Of course this is a really good reason for a party and so we celebrate it next friday at the Trickster in Kreuzberg with a hell of sex, alcohol and entertainment.
Let's have a look what will be the reason for the eartquake at Oberbaumstraße 11 next friday.
You will see - We have everything.
Two amazing livebands:
1. NEON BONE AND THE GUTTERDOLPHINS play RamonesPopPunk at it´s best
2. ITALIEN (yeah, that's the name of the band, believe me) - the unsigned heroes of the southern Kreuzberg-Kiez
Intelectual nutrition in a sufficinet amount:
3. GOSSENDELPHIN - THE LECTURE with the famous members of the Gossendelphin-Crew like Don Chrischan, Der fette Mann and Gary Flanell
And last but not at all fucking least -
amazing awesome entertaining show with special fireworks performance, a REAL CHIMPANZEE and a great Rock'n'Roll-Rampage-DJ-Set with Rudi Radau.
So do not hesitate and come to
Trickster at Oberbaumstr. 11 in kreuzber next friday
Start: 9 p.m.
Entry: 3 Euro (incl. 1 piece of Gossendelphin-Fanzine)
This will be our generations's Woodstock!
If you miss this, you will regret it for your whole life (which will end 2012, as we all know).
before the world will totally change in 2012, there is still time to do some needful things in life, for example to announce the birth of another great piece of DIY-magazine.
The very first issue of the mighty GOSSENDELPHIN-Zine is about to be released on friday the 14th of October. Somehow involved into this great piece of music, I contributed the first Cemetary-story in a long row which will hopefully be continued.
Beside of this you will find also tons of amazing interviews, reviews and shortstories in this premier edition of Gossendelphin (which means "gutter dolphin", by the way).
Of course this is a really good reason for a party and so we celebrate it next friday at the Trickster in Kreuzberg with a hell of sex, alcohol and entertainment.
Let's have a look what will be the reason for the eartquake at Oberbaumstraße 11 next friday.
You will see - We have everything.
Two amazing livebands:
1. NEON BONE AND THE GUTTERDOLPHINS play RamonesPopPunk at it´s best
2. ITALIEN (yeah, that's the name of the band, believe me) - the unsigned heroes of the southern Kreuzberg-Kiez
Intelectual nutrition in a sufficinet amount:
3. GOSSENDELPHIN - THE LECTURE with the famous members of the Gossendelphin-Crew like Don Chrischan, Der fette Mann and Gary Flanell
And last but not at all fucking least -
amazing awesome entertaining show with special fireworks performance, a REAL CHIMPANZEE and a great Rock'n'Roll-Rampage-DJ-Set with Rudi Radau.
So do not hesitate and come to
Trickster at Oberbaumstr. 11 in kreuzber next friday
Start: 9 p.m.
Entry: 3 Euro (incl. 1 piece of Gossendelphin-Fanzine)
This will be our generations's Woodstock!
If you miss this, you will regret it for your whole life (which will end 2012, as we all know).
Sonntag, 2. Oktober 2011
Graphic novel presentation: Subz-funny place Israel
Dear folks,just would like to recommend you the presentaton of the graphic novel "Subz..." of israeli comic artist Gabriel S. Moses.
Funny place Israel - of course we know the boring life of teenagers and young people in american and european sububrs. Growing up somewhere in middle-class-boredom far away from the big cities. Ttotally safe in a material way, but still filled up with teenage angst, enegry and the will to break out of a predictable way of life. Not really conscious about your future. And the only way to escape and to express your uncomfortable feelings is to make parties with your friends, take drugs, form a band, scream all the shit out till every curious neighbour knows you and your strange friends. It seems to be the same everywhere. Does not matter if you are in in the middle of the US or in a small town in North-rhine westfalia, black forest or Thuringia - but Israel?
Even in one of the hot spots of the world you have the problems of middleclass kids in a similar way. Kids in the suburbs of Tel Aviv, not far away from the frontier to palestine, but still safe in a pretty unreal world - and no way to escape.
That's the setting of the graphic novel "Subz-...funny place Israel", which is the second release of Gabriel S. Moses at Archiv der Jugendkulturen. Similar to hhis first book "Spunk", this one got lots of autobiographic references to Gabriels Youth in the small town near to Tel Aviv.
So, you want to know more about growing up in Israel?
Then you better not miss the presentation of Subz with a movie and discussion with the author next friday.
"Subz-...funny place Israel" - presentation of the graphic novel of Gabriel S. Moses.
when? 07th of October, 9 o'clock p.m.
where? Spuntik-Cinema,
Hasenheide 54,
Höfe am Südstern,
10999 Berlin
(U7, Ubhf. Südstern)
FREE ENTRY!!!
Funny place Israel - of course we know the boring life of teenagers and young people in american and european sububrs. Growing up somewhere in middle-class-boredom far away from the big cities. Ttotally safe in a material way, but still filled up with teenage angst, enegry and the will to break out of a predictable way of life. Not really conscious about your future. And the only way to escape and to express your uncomfortable feelings is to make parties with your friends, take drugs, form a band, scream all the shit out till every curious neighbour knows you and your strange friends. It seems to be the same everywhere. Does not matter if you are in in the middle of the US or in a small town in North-rhine westfalia, black forest or Thuringia - but Israel?
Even in one of the hot spots of the world you have the problems of middleclass kids in a similar way. Kids in the suburbs of Tel Aviv, not far away from the frontier to palestine, but still safe in a pretty unreal world - and no way to escape.
That's the setting of the graphic novel "Subz-...funny place Israel", which is the second release of Gabriel S. Moses at Archiv der Jugendkulturen. Similar to hhis first book "Spunk", this one got lots of autobiographic references to Gabriels Youth in the small town near to Tel Aviv.
So, you want to know more about growing up in Israel?
Then you better not miss the presentation of Subz with a movie and discussion with the author next friday.
"Subz-...funny place Israel" - presentation of the graphic novel of Gabriel S. Moses.
when? 07th of October, 9 o'clock p.m.
where? Spuntik-Cinema,
Hasenheide 54,
Höfe am Südstern,
10999 Berlin
(U7, Ubhf. Südstern)
FREE ENTRY!!!
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Gabriel S. Moses,
Graphic novel,
Sputnik-Cinema,
Subz
Sonntag, 18. September 2011
Finnisches Geradeaus
Wasted - Outsider by choice
Samstag nacht. Steh ich mit einer jungen Frau vor einer Haustür. Ihrer Haustür. Beide betrunken. Fragt sie so: "Und was machen wir jetzt?" Schau ich die Straße runter und sage: "Ich geh gerade aus.", setze den ersten Fuß vor den nächsten und lasse die junge Frau vor ihrer Haustür und einfach stehen. Vielleicht hat sich Johnny Cash in solchen verlockenden Situationen auch öfter mal gesagt- "Scheiß drauf, ich geh jetzt." Geradeaus. I walk the line. Und damit nicht nur einen Hymne für die Ewigkeit geschaffen, sondern auch einer finnischen Punkband zum Namen verholfen, in die ich fast beim ersten Hören verliebt war. Was eventuell an der ganz bezaubernden und so eher selten gehörten Mische aus finnischer Melancholie, Wipers-Punk und einer ganz wunderbar eingesetzten Orgel lag. Ok, die Orgelspielerin war auch hübsch und auch ein Grund sich IWTL öfter mal live anzuschauen. Das letzte Lebenszeichen kam in Form einer Tour im letzten Jahr und wenn ich die Vögelchen richtig habe zwitschern hören, war es das fürs erste. Vielleicht war man einfach verbraucht und das führt mich schnurstracks (was das wohl auf Finnisch heißt?) zu WASTED, denn die Band um IWTL-Sänger Ville und seinen Bruder Antti gab es schon vor den Geradeaus-Läufern, könnten aber dem größeren Publikum bisher wohl verborgen geblieben sein- warum eigentlich? Denn natürlich geht es hier ähnlich zur Sache, aber um einiges rauer, schneller, härter. Weniger Depression, mehr Kampf. Trotzdem kein Prollo-Hardcore, sondern eher auf einer Linie von alten Helden wie Agent Orange, aber mit einem so wunderbaren nordischen Einschlag, wie man ihn nur in Proberäumen hinkriegt, die die Hälfte des Jahres im Dunkeln liegen. Gerade deshalb gut und erfrischend, weil es wunderbar zu hören ist, dass Ville nicht nur düster, sondern auch rotzig kann. Hyvä hyvä. (G) (Combat Rock Industry, www.myspace.com/wastedfinland)
Samstag nacht. Steh ich mit einer jungen Frau vor einer Haustür. Ihrer Haustür. Beide betrunken. Fragt sie so: "Und was machen wir jetzt?" Schau ich die Straße runter und sage: "Ich geh gerade aus.", setze den ersten Fuß vor den nächsten und lasse die junge Frau vor ihrer Haustür und einfach stehen. Vielleicht hat sich Johnny Cash in solchen verlockenden Situationen auch öfter mal gesagt- "Scheiß drauf, ich geh jetzt." Geradeaus. I walk the line. Und damit nicht nur einen Hymne für die Ewigkeit geschaffen, sondern auch einer finnischen Punkband zum Namen verholfen, in die ich fast beim ersten Hören verliebt war. Was eventuell an der ganz bezaubernden und so eher selten gehörten Mische aus finnischer Melancholie, Wipers-Punk und einer ganz wunderbar eingesetzten Orgel lag. Ok, die Orgelspielerin war auch hübsch und auch ein Grund sich IWTL öfter mal live anzuschauen. Das letzte Lebenszeichen kam in Form einer Tour im letzten Jahr und wenn ich die Vögelchen richtig habe zwitschern hören, war es das fürs erste. Vielleicht war man einfach verbraucht und das führt mich schnurstracks (was das wohl auf Finnisch heißt?) zu WASTED, denn die Band um IWTL-Sänger Ville und seinen Bruder Antti gab es schon vor den Geradeaus-Läufern, könnten aber dem größeren Publikum bisher wohl verborgen geblieben sein- warum eigentlich? Denn natürlich geht es hier ähnlich zur Sache, aber um einiges rauer, schneller, härter. Weniger Depression, mehr Kampf. Trotzdem kein Prollo-Hardcore, sondern eher auf einer Linie von alten Helden wie Agent Orange, aber mit einem so wunderbaren nordischen Einschlag, wie man ihn nur in Proberäumen hinkriegt, die die Hälfte des Jahres im Dunkeln liegen. Gerade deshalb gut und erfrischend, weil es wunderbar zu hören ist, dass Ville nicht nur düster, sondern auch rotzig kann. Hyvä hyvä. (G) (Combat Rock Industry, www.myspace.com/wastedfinland)
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kalt,
Punk,
Sauna,
Snapsi,
Wursti,
Yksi kaksi kolme
Donnerstag, 1. September 2011
Bite it U scum - a tribute to G.G. Allin
What happened on August the 29th in the year 1956? Don't know? Come on, it's not that difficult. On this sunny day at the end of summer 1956, in the middle of the cold war, a star was born. And guess what? I bet, you know which star I am talking about. Of course, I think there are many people who'd like to discuss if G.G. ALiin was a rockstar or just an asshole.
I think he was not that kind of star like let's say Michael Jackson, Rihanna or Patrick Swayze, but if we talk here about Patrick Swayze, we have to say that G.G. REALLY was the one who invented the real DIRTY DANCING literally on stage.
Maybe G.G. was really a psycho, maybe his appearance was just the result of an overdosed religious education in a so-called western civilization or maybe he was just a narciss that tried to get attention in the most extreme way - there are many people that have been really impressed by what he did in all his consequences. Me, too.
I don't tell you groundbreaking news, if I say that G.G. was a big influence for doing the RENFIELD-Fanzine and getting into punkrock - I even remember that we covered "Don't talk to me" with one of my first bands.
And as G.G. would have celebrated his 55th birthday this year, it is a real reason to pay a tribute to one of the most respectable guys in Rock'n'Roll-History with music, Film, drinking and a G.G.-Allin-Look-a-like-contest (but PLEASE dear candidates: please do not puke or shit or whatever into the cinema!).
Bute it U scum - a tribute to G.G. Allin:
03.09.2011
@ Sputnik-Cinema,
Hasenheide 54, Höfe am Südstern (U7, Ubhf. Südstern)
10997 Berlin
www.sputnik-kino.com
Dienstag, 30. August 2011
Not from this free world : Zarboth - Kwakiults
Manchmal stelle ich mir vor, wie das gewesen wäre. Wenn vor 34 Jahren nicht lieblicher Beatles-Wir-kommen-in-Frieden-Pop auf die Goldenen Platten der Voyager-Sonden gekratzt worden wäre, sondern was von Zarboth. Ja, ich weiß, damals gab es die Band wahrscheinlich noch gar nicht und die beiden Gestalten dahinter, Phil Reptil (gutes Pseudonym, erinnert mich an die Schuppenhaut aus Enemy Mine) und Etienne Gaillochet, waren eventuell noch gar nicht in dem Alter, um ihren wirren FrickelPunk-Jazz-Core-Ding zu performieren, aber lustig wäre es dennoch. Was würden die Lebensformen dann von uns denken, wenn sie sowas irgendwie zu hören bekämen? Daß wir alle einen totalen Knall hätten? Daß wir Musik machen ohne Ohren zu haben? Oder würden irgendwelche Außerirdischen sagen: "Mensch, wie geil. die hören den glechen Kram wie wir, Super Typen da auf dem Planeten!" Wir werden es wohl nie erfahren. Höchstens, falls demnächst eine neue Voyager-Mission mit neuen musikalsichen Grußbotschaften geplant ist und selbst dann müsste sich erstmal eine riesige ZARBOTH-Lobby bilden, die durchdrückt, daß diese beiden verrückten Franzosen einen Song ins All schicken dürfen. Was ich nicht so recht glaube, denn so wirklich massentauglich ist "Kwakiutls" dann doch nicht geworden. Man müsste dann aber mal noch einen Beipackzettel dazulegen, welche Botschaft so ein wirrer Mix aus Free-Jazz, Math-Rock, No-Means-No-Punk, improvisiertem Primus-Gedaddel und ausgeprägter Da-Da-Ästethik den nächsten galaktischen Nachbarn vermitteln sollte. Ich wäre jedenfalls glühender Zarboth-ins-All-Supporter, denn so sprazzelig-frickelig ist mir in letzter Zeit weniges untergekommen, das gleichzeitig Spaß macht und nicht zu Ernst rüberkommt. Und das sollte niemandem vorenthalten werden, keinem Menschen und erst recht niemandem, der irgendwo im Sternbild Schangenträger oder rechts hinterm Zwergplaneten Pluto sein abwechslungsreiches Dasein fristet.
Und was das mögliche Problem der verbalen Vermittlung der Zarbothschen Botschaft angeht: Auch da wäre vorgesorgt, haben Zarboth doch die Tracks salomonisch in "Six Singsongs" (Also mit Gesang) auf der ersten und "Six unsung songs" auf der zweiten Seite eingeteilt. Da könnte man sich für die außerirdischen Gäste also gut was aussuchen und dann hätten sie wirklich eine Ahnung, welche Möglichkeiten die Menschen so beim Musikmachen hätten. Wunderbar! Galaktisch! Für alle Lebensformen zur Unterhaltung geeignet! (C) (Gazul Rec., Deficiency Rec., www.zarboth.com)
Sonntag, 7. August 2011
Schinkenkrach: Clarkys 3acon - Op!
Yeah, another sunday evening, that's alright for review writing. Ist doch immer wieder schön, wenn man mal Musik von einem Label auf den Tisch bekommt, das man vorher gar nicht kannte. Dann kann um so unvoreingenommener rangehen. Wobei: Don't judge a band only by its label. Ok, blunoise ist jetzt nicht so ganz unbekannt, im Renfield-Kosmos aber eher sowas wie ein weitläufiger Trabant. Mit bloßem Auge von unserer kleinen Sternwarte im Musikuniversum kaum erkennbar, aber wir wissen natürlich, daß es diesen Himmelskörper gibt. Eine Rakete zur weiteren Erkundung wurde bisher aber noch nicht rübergeschossen. Das könnte aber bald mal auf die Zu-Tun-Liste kommen, denn bei Blunoise erscheinen ja doch recht intelligente Releases und dazu zähle ich auch mal CLARKYS 3ACON (guter Anwärter für die Kategorie "kryptischster Bandname 2011"). Zwei junge Herren vom Niederrhein machen zusammen Krach und zwar solcherart, wie man es schon von diversen anderen Zweier-Noise-Konstellationen her kennt: Also ähnlich wie DYSE, nur nicht ganz so verrückt und auch ähnlich wie NEUME, aber dafür wiederum nicht so stonerrockig, sondern insgesamt etwas emotionaler. Auf alle Fälle geht es recht frickelig zu, straighte Rockakkordstrecken sucht man vergeblich, das darf ruhig etwas verkopft sein und deshalb zieht vor meinem inneren Auge beim längeren Hören so eine Assoziationskette zum musikalischen Werdegang der beiden vorbei: groß geworden auf diversen D.I.Y.-Konzerten von Punk/HC-Helden, die im örtlichen AJZ beim Konzert angefasst werden konnten, I won't name them. Dann beim Studium in, sagen wir Köln, Bochum oder Göttingen, Shellac, Fugazi, Battles und ganz viel Dischord-Kram entdeckt. Bei diesem Erlebnis mit einer angenehmen Erektion in der Hose Türen zu neuen Rhythmusmöglichkeiten aufgestoßen. Erkannt, daß Gitarre und Schlagzeug für so einen Sound völlig ausreichen. Dann genauso vertrackt wie Shellac klingen wollen. Dabei HC-Sozialisation nie vergessen. Guido Lucas vom Blunoise-Studio ein Demo schicken. Sich in die mächtigen erfahrenen Arme des Label/Studiochefs fallen lassen. Erste Platte machen. Sound und Rhythemn perfektionieren. Zweite Platte machen. Die Kritiken in den Zines abwarten. Hoffen, das das TRUST die Platte liebt. TRUST und OX lieben die Platte und machen Interviews. Jetzt abwarten. Immer wieder Konzerte spielen, genau da wo man früher die alten HC-Helden anfassen konnte. Macht trotzdem Spaß. Hoffen, daß man 2012 beim South-of-Mainstream-Festival dabei ist. Könnte klappen, auch wenn es etwas zu bemüht klingt, um sich von den Vorbildern ganz lösen zu können. (H) (www.myspace.com/clarkysbacon)
Sonntag, 24. Juli 2011
Dub, Dubios, Dubioza Kolektiv
Dubioza Kolektiv - Wild wild east
Kaum läuft "Wild wild east" am Samstagabend einmal rund, kommen eine Menge Assoziationen dazu auf. Zum Beispiel die Minuten, die man braucht, um die Wahrschauer Brücke von Kreuzberg nach Friedrichshain zu überqueren und Richtung RAW-Gelände zu irgendeiner Skate-Dancehall-whatever-Party zu schlendern. Der Ausblick, den man dabei auf die Plattenbau-Ostbahnhof-Skyline hat, ist eh der beste, den man bei einem aufkommenden Berlin-Blues haben kann - und der ist im Gegensatz zu vielem anderen in der Statdt total wetterunabhängig. Der Ausblick, nicht der Blues, aber der wäre auch wieder eine eigene Geschichte wert. Mit Sicherheit springen einem dann noch ein paar mehr oder weniger talentierte Straßenmusiker in den Weg, ebenso die obligatorischen Flyerverteiler, die für ihre megageile Electro-Dub-Reggae-Party werben. Was genau beworben wird, geht oft nicht mal aus den Flyern hervor. Dazu kommen noch diverse Touristentruppen, die den gleichen Weg einschlagen wie du. Dabei könnte es sehr gut sein, daß auf dem RAW-Areal mal desöfteren was vom Dubioza Kolektiv (genau so wird's geschrieben, liebe Freunde der neuen Rechtschreibung) zu hören ist. Denn obwohl der Revolutions-Achter aus Bosnien kommt, fabrizieren sie den Sound, den man auch gern mal in Berlin, vorzugsweise Kreuzberg, F'hain und den ganzen alternativen Locations wie SO36, RAW, Yaam, Bar 25, Maria etc.goutiert. Überall dort würde das neue D.K.-Album "Wild Wild West" mit dieser Mische aus Dub, Reggae, Ska, Dancehall, Electro, Hip Hop, der ein oder anderen osteuropäische Melodie und - darf nicht fehlen - den globalisierungskritischen, kämpferischen Polit-Lyrics, gut hinpassen. Egal ob live auf der Bühne, übers Soundsystem oder als Hintergrundbeschallung einer non-tourist-Bar im Kiez. Wenn Stücke "making money", "Whistleblower", "Euro" oder "USA" heißen, darf man schon sicher sein, daß da keine Einschlafmärchen vertont werden. Das steigert die Laune effektiver als irgendwelche medikamentösen Anti-Depressiva und es lässt sich dazu natürlich bestens tanzen, egal ob im Club, auf dem Bauwagenplatz oder eben auf der Warschauer Brücke mit Ausblick. Besser gesagt, GERADE mit Blick auf die doofi-doofi O2-Arena, gibt das Dubiozia Kolektiv den Soundtrack vor, mit dem auf Jahre hinaus alle Anti-Media-Spree-Demos dieser Stadt vertont werden könnten. Und ich wette, daß "Wild Wild West" auch den berechtigten Groove gibt, wenn man seinen brennenden Grillanzünder auf den Reifen einer fabrikneuen S-Klasse vor dem Car-Loft in seinem Viertel legt. Ganz unglobalisiert ist "Wild wild east" übrigens auf dem Label vom Faith No More-Bassisten Billy Gould koolarrow rec. erschienen. Guter Schritt für das Kolektiv, die ich jetzt mal nicht als "lustige Bosniaken" bezeichnen werde. (F) (http://dubioza.org/,
Kaum läuft "Wild wild east" am Samstagabend einmal rund, kommen eine Menge Assoziationen dazu auf. Zum Beispiel die Minuten, die man braucht, um die Wahrschauer Brücke von Kreuzberg nach Friedrichshain zu überqueren und Richtung RAW-Gelände zu irgendeiner Skate-Dancehall-whatever-Party zu schlendern. Der Ausblick, den man dabei auf die Plattenbau-Ostbahnhof-Skyline hat, ist eh der beste, den man bei einem aufkommenden Berlin-Blues haben kann - und der ist im Gegensatz zu vielem anderen in der Statdt total wetterunabhängig. Der Ausblick, nicht der Blues, aber der wäre auch wieder eine eigene Geschichte wert. Mit Sicherheit springen einem dann noch ein paar mehr oder weniger talentierte Straßenmusiker in den Weg, ebenso die obligatorischen Flyerverteiler, die für ihre megageile Electro-Dub-Reggae-Party werben. Was genau beworben wird, geht oft nicht mal aus den Flyern hervor. Dazu kommen noch diverse Touristentruppen, die den gleichen Weg einschlagen wie du. Dabei könnte es sehr gut sein, daß auf dem RAW-Areal mal desöfteren was vom Dubioza Kolektiv (genau so wird's geschrieben, liebe Freunde der neuen Rechtschreibung) zu hören ist. Denn obwohl der Revolutions-Achter aus Bosnien kommt, fabrizieren sie den Sound, den man auch gern mal in Berlin, vorzugsweise Kreuzberg, F'hain und den ganzen alternativen Locations wie SO36, RAW, Yaam, Bar 25, Maria etc.goutiert. Überall dort würde das neue D.K.-Album "Wild Wild West" mit dieser Mische aus Dub, Reggae, Ska, Dancehall, Electro, Hip Hop, der ein oder anderen osteuropäische Melodie und - darf nicht fehlen - den globalisierungskritischen, kämpferischen Polit-Lyrics, gut hinpassen. Egal ob live auf der Bühne, übers Soundsystem oder als Hintergrundbeschallung einer non-tourist-Bar im Kiez. Wenn Stücke "making money", "Whistleblower", "Euro" oder "USA" heißen, darf man schon sicher sein, daß da keine Einschlafmärchen vertont werden. Das steigert die Laune effektiver als irgendwelche medikamentösen Anti-Depressiva und es lässt sich dazu natürlich bestens tanzen, egal ob im Club, auf dem Bauwagenplatz oder eben auf der Warschauer Brücke mit Ausblick. Besser gesagt, GERADE mit Blick auf die doofi-doofi O2-Arena, gibt das Dubiozia Kolektiv den Soundtrack vor, mit dem auf Jahre hinaus alle Anti-Media-Spree-Demos dieser Stadt vertont werden könnten. Und ich wette, daß "Wild Wild West" auch den berechtigten Groove gibt, wenn man seinen brennenden Grillanzünder auf den Reifen einer fabrikneuen S-Klasse vor dem Car-Loft in seinem Viertel legt. Ganz unglobalisiert ist "Wild wild east" übrigens auf dem Label vom Faith No More-Bassisten Billy Gould koolarrow rec. erschienen. Guter Schritt für das Kolektiv, die ich jetzt mal nicht als "lustige Bosniaken" bezeichnen werde. (F) (http://dubioza.org/,
Dienstag, 12. Juli 2011
Deutschpunk, ein Sommer, kein Märchen Teil III
Punk hält jung, pflegte G.G. Allin immer zu sagen. Oder war es Charly Harper? Egal, der Mann hat gelogen. Wenn ich mir diese drei Platten so ansehe, frage ich mich wie es so um den Deutsch-Punk-U17-Nachwuchs bestellt ist. Eher schlecht, denke ich, die Jugend sollte mal wieder ein 10-wöchiges Seminar im Trainingslager Malente absolvieren, dann gäbe es genug Grund als 16jähirger Punk rumzurüpeln. Mir fällt nämlich auf, daß alle drei hier beschriebenen Deutschpunkbands allesamt schon sehr sehr lange dabei sind. Kumpelbasis – 11 Jahre, HAUSVABOT – auch 11 Jahre und jetzt auch noch kommt auch die KNOCHENFABRIK – die gefühlt 1000jährige Punkband - mit einer neuen Single aus dem Seniorenheim angetanzt. Aber, großes ABER: das bezieht sich ja nur auf das Alter der Bands, nicht auf die 6 Songs, die sich auf „Grüne Haare 2.0“ befinden. Die sind immer noch gut, auch wenn auch hier alles beim alten (Punk) geblieben ist. Zumindest habe ich jetzt zum ersten Mal etwas genauer verstehen können, was die drei Herren so treiben, auf den alten Tapes (da habt ihr’s! Meine letzte Begegnung mit der „Fabrik“ ist so lange her, da gab’s noch Tapes) war mir das alles zu rauschig. KNOCHENFABRIK muss man wohl auf Platte hören, da kommt dann alles etwas klarer rüber – der gekrähte Gesang, der schön schief gegen die Schrummelgitarren anschreit und diese hübsch asozialen Lyrics. Nicht ganz so prollo wie bei den LOKALMATADOREN, aber das gepflegte Biersaufen und Abgammeln wird in kleinen, mehr oder minder tragischen Geschichten hübsch zelebriert – und bei 6 Songs auf einer Single kann sich jeder selber ausrechnen, daß da keine Opern gesungen werden. Blöd nur, daß der beste Song „Tochter vom Nachbarn“ nur als Bonustrack auf der CD drauf ist. Aber da die der 7inch eh beiliegt, ist das eh latte. (J) (auf Trüllerfisch Rec., im Vertrieb von Cargo)
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Deutschpunk – ein Sommer, kein Märchen - Teil II
Und was machen wir jetzt? Kleine Kreuzberg-Safari gefällig? Durch DAS Punk-Kreuzberg, wie es schon seit den 80ern existiert? Kein Problem, für diesen Film ist die neue Kumpelbasis-CD „Der Luxus unter wilden Tieren“ wohl der passendere Soundtrack. Sind ja auch aus Berlin und mit der Kumpelbasis konnte ich mich aber schon immer besser anfreunden. Hätte ja nicht gedacht, daß deren erste LP „Mächte des Alltags“ schon wieder 9 Jahre alt ist. Die hab ich damals ziemlich abgefeiert und dann war die Kumpelbasis sogar mit einem Interview im Renfield am Start, obwohl ich auch da schon D-Punk nur noch in homöopathischen Dosen hören konnte. Und jetzt also „Der Luxus unter wilden Tieren“. Soviel hat sich nicht verändert. Der Sound ist etwas fetter geworden, (sowie wir alle, die etwas in die Jahre gekommen sind) und das Kreuzberger Punk-Inventar bleibt bei seiner soliden Mische aus deutschen und spanischen , leicht melancholischen Texten, die vom Hinterhof wie von Eckkneipen und Kiezstraßen erzählen, rockigem Punk, etwas Ska und Reggae, also alles das, was man in X-Berg auch gern hört. Könnten sich auch Turbo-Ton-Slime-Negro-Manu-Scherben nennen und dann wüsste man, was die „Basis“ so bietet, Slime-Coverversion inklusive. Irgendwie immer noch gut, selbst für mich Mittlerweile-DeutschPunk-Muffel. (H) (Destiny Rec., www.destiny-tourbooking.com)
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HAUSVABOT - Welches Leben CD
Deutschpunk – ein Sommer, kein Märchen - Teil I
Ich glaube,ich hatte schon mal erwähnt, daß meine Deutschpunkzeiten schon lang vorbei sind. Woran das liegt, müsste ich mal ergründen.
Vieles von dem klingt für mich doch echt schlapp, erschreckend stumpf und textlich wie musikalisch finde ich mich immer mehr auf anderen saftigen Wiesen wieder. Aber das Frühjahr scheint die bevorzugte Deutschpunk-Release-Zeit zu sein, jedenfalls sind in der letzten Zeit gleich drei Alben hier auf dem Schreibtisch gelandet, die ich, wäre ich in einem anderen Leben Plattenladenbetreiber, ohne zu Zweifeln ins D-Punk-Fach stecken würde. „Welches Leben?“ harken HAUSVABOT hier aus dem Haus dann gleich noch mal nach. Gute Frage, das. Eins mit Iro, zerrissenen Ärmeln am ausgewaschenen T-Shirt, dreckigen Miliär-Boots ohne Schnürsenkel, zerfranstem VKJ-Aufnäher auf der kaputten Lederjoppe? Ah no, so ein Leben mag ich dann doch nicht mehr haben. Da halte ich es lieber mit SUPERPUNK (sowieso die beste Deutschpunkband) und stelle ein bedauerndes „Baby, ich bin zu alt“ dagegen. Und gegen richtige Orthographien im Bandnamen hab ich auch nichts mehr, HAUSVABOT aber wohl und das schon seit einigen Jahren. Sie bleiben also bei ihren Leisten und die werden auch musikalisch so klassisch im Deutschpunk-Salon verlegt, sodaß es fast nicht zu glauben ist, daß diese Platte nicht in den 80ern rausgekommen ist. Irgendwo zwischen Canalterror, Slime, Rawside, 3. Wahl und Force Attack-Fest gibt’s aber auch ein Platz und mitsingendes Iropublikum für HAUSVABOT. Ja, sie haben kritische Texte und die Musik ist hart und bestimmt auch ehrlich und auch 10 mal besser als irgendwelcher doofer Oi-Kram und gut produziert wurde das auch, übrigens bestimmt wieder hier unten im Hausvabot-Kellerstudio, aber: das alles gibt mir so gar nichts. Sorry, Freunde, ich bin raus. (Q) (ANR Rec., www.anr-music.org )
Ich glaube,ich hatte schon mal erwähnt, daß meine Deutschpunkzeiten schon lang vorbei sind. Woran das liegt, müsste ich mal ergründen.
Vieles von dem klingt für mich doch echt schlapp, erschreckend stumpf und textlich wie musikalisch finde ich mich immer mehr auf anderen saftigen Wiesen wieder. Aber das Frühjahr scheint die bevorzugte Deutschpunk-Release-Zeit zu sein, jedenfalls sind in der letzten Zeit gleich drei Alben hier auf dem Schreibtisch gelandet, die ich, wäre ich in einem anderen Leben Plattenladenbetreiber, ohne zu Zweifeln ins D-Punk-Fach stecken würde. „Welches Leben?“ harken HAUSVABOT hier aus dem Haus dann gleich noch mal nach. Gute Frage, das. Eins mit Iro, zerrissenen Ärmeln am ausgewaschenen T-Shirt, dreckigen Miliär-Boots ohne Schnürsenkel, zerfranstem VKJ-Aufnäher auf der kaputten Lederjoppe? Ah no, so ein Leben mag ich dann doch nicht mehr haben. Da halte ich es lieber mit SUPERPUNK (sowieso die beste Deutschpunkband) und stelle ein bedauerndes „Baby, ich bin zu alt“ dagegen. Und gegen richtige Orthographien im Bandnamen hab ich auch nichts mehr, HAUSVABOT aber wohl und das schon seit einigen Jahren. Sie bleiben also bei ihren Leisten und die werden auch musikalisch so klassisch im Deutschpunk-Salon verlegt, sodaß es fast nicht zu glauben ist, daß diese Platte nicht in den 80ern rausgekommen ist. Irgendwo zwischen Canalterror, Slime, Rawside, 3. Wahl und Force Attack-Fest gibt’s aber auch ein Platz und mitsingendes Iropublikum für HAUSVABOT. Ja, sie haben kritische Texte und die Musik ist hart und bestimmt auch ehrlich und auch 10 mal besser als irgendwelcher doofer Oi-Kram und gut produziert wurde das auch, übrigens bestimmt wieder hier unten im Hausvabot-Kellerstudio, aber: das alles gibt mir so gar nichts. Sorry, Freunde, ich bin raus. (Q) (ANR Rec., www.anr-music.org )
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Sonntag, 10. Juli 2011
Vienna in Berlin
Hey Folks,
wanna hear the latest news?
Next week a bunch of good-looking and very creative Viennese will come to Berlin. From Vienna to Berlin. No, shit, it's really true. Austrians that come from Vienna to Berlin, we hadn#t had this for a while, har. Yes yes, it is really crazy, Austrians coming to Berlin, the whole world must have become mad...
But these cute and polite Folks from Austria are not a bunch of tourists, which are a bit late for Bread & Butter-Fashion-show.
What I want to say with this cryptic introduction is, that ZIVATA UTCA (which means "road of thunder storm" and sounds in my furry ears a bit like a good name for an 80ies-hairspray metalband) will play on July, 17th at Sputnik-Cinema in Kreuzberg - AND ...
of course they are not doing any embarassing Metal-stuff, but perform a great Mix of Balkan beats, Hip Hop, Dub, Folk in a really interesting Line-up with accordion, transverse flute, standup bass, drums and lyrics in english, german and croatian.
If you appreciate an evening of good, cheerful multicult music, you must not miss this!
ZIVATA UTCA (http://www.zivatar-utca.net)
@ Sputnik-Cinema, Hasenheide 54, 10997 Berlin (U7, U-Bhf Südstern)
Support: Interzone 0816 (Electro from Vienna)
Doors open: 9 o'clock p.m.
5 Euro
wanna hear the latest news?
Next week a bunch of good-looking and very creative Viennese will come to Berlin. From Vienna to Berlin. No, shit, it's really true. Austrians that come from Vienna to Berlin, we hadn#t had this for a while, har. Yes yes, it is really crazy, Austrians coming to Berlin, the whole world must have become mad...
But these cute and polite Folks from Austria are not a bunch of tourists, which are a bit late for Bread & Butter-Fashion-show.
What I want to say with this cryptic introduction is, that ZIVATA UTCA (which means "road of thunder storm" and sounds in my furry ears a bit like a good name for an 80ies-hairspray metalband) will play on July, 17th at Sputnik-Cinema in Kreuzberg - AND ...
of course they are not doing any embarassing Metal-stuff, but perform a great Mix of Balkan beats, Hip Hop, Dub, Folk in a really interesting Line-up with accordion, transverse flute, standup bass, drums and lyrics in english, german and croatian.
If you appreciate an evening of good, cheerful multicult music, you must not miss this!
ZIVATA UTCA (http://www.zivatar-utca.net)
@ Sputnik-Cinema, Hasenheide 54, 10997 Berlin (U7, U-Bhf Südstern)
Support: Interzone 0816 (Electro from Vienna)
Doors open: 9 o'clock p.m.
5 Euro
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Renfield-Zine,
Sputnik-Cinema,
Zivata Utca
Sonntag, 3. Juli 2011
RENFIELD- Shirts: first limited edition out now!
Hi Folks,of course it seems a bit strange to announce the first edition of smart Renfield-cothing, if you have a look to the heaven of Berlin in these days. Seems like we'd better invested our money in a bunch nitted polo-neck sweaters. But sweaters are not really the right clothing for a hotch&potch&Rock'n'Roll-Fanzine like we do and so we made good old T-shirts.
Yes, shirts, like everyone needs them for concerts, going to the club, hanging around with friends in the park and wasting your time at an assessment center of a big bad bank.
The shirts are available in sizes S, M, L and XL and in black, dark blue and dark green and you got the famous Mr. Renfield in front. You can get them for just unbelievable 8 Euros (+ package), so have a look at the foto (for the record: I am not that vain, to present myself as a model for these shirts, but as there was no Claudia Schiffer nor a Naomi Campbell available on the Kreuzberg streets, I had to do it by myself)
So if you fancy this holy Renfield-Shirts, just get in contact at renfield-fanzine@hotmail.de and buy the shit out of us!
Cheers,
Gary F.
Yes, shirts, like everyone needs them for concerts, going to the club, hanging around with friends in the park and wasting your time at an assessment center of a big bad bank.
The shirts are available in sizes S, M, L and XL and in black, dark blue and dark green and you got the famous Mr. Renfield in front. You can get them for just unbelievable 8 Euros (+ package), so have a look at the foto (for the record: I am not that vain, to present myself as a model for these shirts, but as there was no Claudia Schiffer nor a Naomi Campbell available on the Kreuzberg streets, I had to do it by myself)
So if you fancy this holy Renfield-Shirts, just get in contact at renfield-fanzine@hotmail.de and buy the shit out of us!
Cheers,
Gary F.
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Renfield Release,
Shirts
Mittwoch, 29. Juni 2011
JA PANIK - DMD KIU LIDT
In Wien, (Medien-)Wasserkopf des Landes mit dem A wird gerade ein „Wiener Popwunder“ herbeigeschrieben. Soll sein. Gern werden dabei die im Burgenland gestarteten Ja, Panik, in Berlin ansässig und arbeitend ins Treffen geführt. Scheiß auf Wien und seine Schmierfinken, aber Ja, Panik haben mit ihrem vierten Album abgeliefert was gerne „großer Wurf“ genannt wird. War der von diversen Indie-Gitarren-Ästhetiken gefärbte Rock/Pop der Fünf bislang schon super, wenn mitunter etwas (zu) „schreiend“ (mach das Schrille aus!) sind die 14 Stücke von „Die Manifestation des Kapitalismus in unseren Leben ist die Traurigkeit“ als ganz wunderbare und gescheite Lieder zwingend hörbar. Von Ja, Panik mit Produzent Moses Schneider mit viel Luft und Raum unmittelbar, „warm“ umgesetzt, begeistern „This Ship Ought To Sink“, „Nevermind“ oder „DMD KIU LIDT“ für sich und machen im Album-Verband nicht zuletzt durch Sänger Andreas Spechtls großartige deutsch-englische Texte gleich noch einmal mehr Sinn. Ein Album wie ein/e gute/r FreundIn, die Dylan und Sonic Blumfeld Youth auswendig kennt und trotzdem in vielen eigenen Stimmen spielt und spricht. (Staatsakt rec.) B (Rainer Krispel)
Montag, 6. Juni 2011
Renfield-Fanzine No.23 coming soon!

Yeah, while sweating during these hot and sultry days of early June, I'd like to have some ice cream or a cool drink all the time. Sure I will hunt after these things soon, but before I have to spread some important news regarding to the next issue of Renfield-Fanzine.
After our small and charming one-topic Supermarket-number 22,5, it is time for another good mix of Hotch, Potch and Rock'n'Roll. Renfield No. 23 got several amazing intervioews featuring The Red River Two (Vienna finest Blues-Country-Punk-Projekt feat. Rainer Krispel of Seven Sioux and Ernst Molden, the "Leonhard Cohen" of Austria),
Tischlerei Lischitzki, Elfenart Rec. (one of the coolest Indie-Punk-Labels in germany in these times), M. walking on the water (highly nostalgic, but alive again) Bob Vennum from the Bellrays talks about his first songs in life, Timo from Berlin stoner-rock-punks Drive-by-Shooting (a.k.a. DxBxSx) about hateful effects of gentrifikation in Berlin and much more.
Of course a Zine like this has to be celebrated, so take these news about the the Release-Party of Renfield-Zne No. 23.
Renfield-No. 23 Release-Party
Fr., 24.06.2011
with
Gary Flanell & Ella Chord (charming covers)
The Brunettez (basement grrrl Punk à X-Ray Specs and the Slits)
TRIKE (higly entertainig busking Electro-Pop frm Canada/Berlin)
@ Trickster, Oberbaumstr. 11, Berlin-Kreuzberg, (near to Oberbaum-bridge)
Start: 9 o'clock in the evening
Entry: 6 Euro (every guets gets an issue of Renfield No. 23)
Montag, 16. Mai 2011
LEE HOLLIS-LESUNG IN BERLIN...

Yes, he really has a big mouth! Yes, he got a good kind of humor! Yes, he is the singer in one of the best punkbands ever for almots 30 fuckin' years! And yes he can even write more than faboulous lyrics! And he also can read! And he will do it!!!
YES YES YES! If you ever wanted to have a look at the big mouth of Lee Hollis, don't miss his only lecture in Berlin on May, 28th @ Sputnik cinema!
28.05.2011
21 Uhr
Lee Hollis (singer of the migty mighty SPERMBIRDS) liest
im Sputnik-Kino (www.sputnik-kino.com),
Hasenheide 54, Höfe am Südstern,
10967 Berlin
WORTNIK - last time before Sommerpause

Wow, have a look at THIS sky!
Ok, all you might see are some bullshit clouds - not really the weather I expected from May. I want the sun! I want it warm! I want T-Shirt-Knickerbocker-sneakers-without-socks-wearing-temperatures. But when I have a look out of my window to the busy life ath Görlitzer Bahnhof, it feels and looks like Oktober.
So, for me there is just one question: Where the fuck are spring and summer? I'd like to solve this a very important problem and will search for these two best seasons a year normally has to offer in June and July.
For our cozy WORTNIK-reading means this: we make a summer break in june and july and so on 25th of may we have the LAST WORTNIK-READING till AUGUST!
Don't miss ist and face the amazing line-up this time:
Wortnik- eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino
feat.:
Der Fette Mann (DJ Tulpe & der fette Mann)
Leovinus
Christian Bormann
David Visconte (Schlammrock-Zine)
Zoschke (the voice of Anne Tanke)
u.a.
musikalische Luftunterstützung: TILL THE MORNINGLIGHT (first gig for years!) plays Townes van Zandt (www.tillthemorninglight.com)
25.05.2010
Start: 20:30 Uhr
Eintritt frei, Free Entry, donations are welcome!
Sputnik-Kino - Höfe am Südstern
Hasenheide 54,
10967 Berlin (U7, Ubhf Südstern)
www.sputnik-kino.com
Labels:
Berlin,
lecture,
Lesung reading,
Wortnik
Donnerstag, 14. April 2011
WORTNIK - 4th round in 2011

Yeah, we do it again!
Wortnik goes into its fourth round, this time after the Eastern Weekend and of course we hope, after searching eggs and catching rabbits, you are eager for another round of great underground literature. And perhaps I disguise myself as a easter bunny. Just if the audience wants it. We'll see.
So face the facts:
WORTNIK - eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino
mit:
Gary Flanell (Renfield-Fanzine)
Razzo Campanelli (www.castafiore.net)
Christian Bormann
David Visconte (Schlammrock-Zine)
u.a.
+ musical support
Mi., 27.04. ab 20:30 Uhr
Eintritt frei, Spenden sind gern gesehen.
Sputnik-Kino (www.sputnik-kino.com)
Höfe am Südstern,
Hasenheide 54, 10967 Berlin (U7, Ubhf Südstern)
GASTLESER SIND HERZLICH WILLKOMMEN!
Donnerstag, 7. April 2011
WELTRAUMSCHROTT - RELEASE-PARTY!!

Yeah! Berlin's finest Punkrockers WELTRAUMSCHROTT finished their second Single "Asphaltcowboy" and of course this is really a reason to celebrate.B
eside of this I am involved in this as one (John Steam Records) of the 5 glorious Labels, which cooperation made this wonderful piece of vinyl possible.
So, next saturday, April, 9th, 2011 there will be an earthquake of a RELEASEPARTY @
TRICKSTER, Oberbaumstraße 11, Berlin-Kreuzberg
with the following bands:
The Brunettez (All-Girl-Punk, Berlin) +++
Enrico (Emo-Punk, Berlin) +++
and of course
WELTRAUMSCHROTT who will introduce their new Single "Asphaltcowboy" +++
4 Euro,
Start: 10 o'clock p.m.
Dienstag, 5. April 2011
Vienna Pogo!

Alright,
for all folks who might be interested in a real big Punkfestival with the big names of music for people with spiked hair, this might be interesting. So take your beer, leave the country and go to Austria. Enjoy beer cans without expensive refunds like in the old days (I recommend a "16er-Blech Ottakringer") And you have to wear a leatherjacket. And boots. And you need tattoos. And you need a band-shirt of a punkband. Must be torn. Not the biggest problems actually.
TEENAGE - RIOT Festival
WarmUp-Party: 7.July 2011 (@ Viper Room, Landstraßer Hauptstr. 38, 1030 Vienna, http://www.viper-room.at - 300 Tix limited)
Date: 8. + 9.July 2011
Venue: Arena, Baumgasse 80, 1030 Vienna - Austria
Venue-HP: http://www.arena.co.at[/b]
7.July 2011 - Warm Up Party
@ Viper Room, Landstraßer Hauptstr. 38, 1030 Vienna
AGNOSTIC FRONT (us)
VACUNT (aut)
8.July 2011 - Day 1
THE CASUALTIES (us)
DEMENTED ARE GO (uk)
THE TOASTERS (us)
THE DREADNOUGHTS (can)
PIPES & PINTS (cz)
EVIL MOPPED (aut)
SOUP SHOP (aut)
Aftershow-Party w/ DETERMINATION (aut) @ Arena-Beisl
9.July 2011 - Day 2
COCKNEY REJECTS (uk)
LOKALMATADORE (ger)
HEIDEROOSJES (nl)
TWOPOINTEIGHT (swe)
GEWOHNHEITSTRINKER (ger)
21 STORIES (aut)
FLATLAND WARRIORS (aut)
Aftershow-Party w/ UNTAUGLICH (aut) @ Arena-Beisl
Tickets: (euro)
WarmUp Party: 16,- / 20,-
Day 1 : 22,- / 26,-
Day 2 : 23,- / 26,-
2-Days-Tickets: 40,-
Tickets available at:
ARENA
JugendInfo Wien
Ö-Ticket
Samstag, 26. März 2011
Next WORTNIK-LESUNG

Yeah, springtime is coming
and so I am humming.
Yes, that sounds like a good rhyme and of course I will tell you what I am humming.
My mouth forms the melody of one of my old favourite songs, "Rites of spring". No, not that old First-Emo-band of the Dischord-context, but a tribute title from austrians long forgtten Punk-Heroes TARGET FO DEMAND.
Beside of that announcement of humming, I'd like to recommend you the next date of WORTNIK-Lecture at Sputnik-Kino (check out www.sputnik-kino.com).
It will take place on
Wed., March, 30th, 2011
and here are a few guests we have this time:
Gary Flanell (Renfield-Fanzine)***
Der Fette Mann (from DER FETTE MANN & DJ Tulpe)***
musical support: TRIKE (Electropop/CAN)***
Start 8.30
@ Sputnik-Cinema, Höfe am Südstern, Hasenheide 54, 10976 Berlin (U7, U-Bhf Südstern)
FREE ENTRY! (but donations are welcome)
GUEST READERS ARE WELCOME (and will get 100 Dollars, ye ye)
Enjoy your weekend,
Gary F.
Sonntag, 27. Februar 2011
Ella Chord & Gary Flanell - live!

Yeah, they do it again! Ella & Gary will once again open their pretty casket of charming covers for an interested audience.
Didi I say "charming covers"? Yes that's what they play in their own way.
One man, one guitar, one woman, one voice - and their interpretation of songs from Johnny Cash, the Mighty mighty Bosstones, Shelter, They might be giants, Alice Cooper, The Specials, Billy Bragg and many more.
So, don't miss these two well-dressed musicians at their upcoming gig next saturday:
Ella Chord & Gary Flanell - live!
05.03.2011
@ ZÁtopek, Niemetzstr. 24, 12055 Berlin-Neukölln (S-Bhf Sonnenallee)
10 o'clock p.M.
FREE ENTRY!!!
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